Bewertung:

Das Buch bietet einen detaillierten historischen Überblick über die Außenpolitik der USA im letzten Jahrhundert und bietet eine umfassende und anschauliche Analyse ohne strenge Urteile. Obwohl es im Allgemeinen gut lesbar und informativ ist, wird in einigen Rezensionen auf faktische Ungenauigkeiten und einen manchmal trockenen Schreibstil hingewiesen. Das Buch ist für diejenigen empfehlenswert, die an einem Verständnis der globalen Position Amerikas interessiert sind, aber für diejenigen, die mit Herrings früheren Arbeiten vertraut sind, könnte es nur begrenzt neue Inhalte bieten.
Vorteile:Umfassende Darstellung der US-Außenpolitik, sehr gut lesbar, im Allgemeinen ausgewogene Darstellung, informativ für das Verständnis von Amerikas globaler Position, starke Empfehlung für Leser mit historischem Interesse.
Nachteile:Einige peinliche faktische Fehler, trockener Schreibstil, dem es an Anmut fehlt, übermäßig akademischer Charakter, begrenzter neuer Inhalt im Vergleich zu früheren Werken des Autors, und einige Leser fanden es langweilig.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
The American Century and Beyond: U.S. Foreign Relations, 1893-2014
In seinen letzten Jahren als Präsident der Vereinigten Staaten sehnte sich der umkämpfte George Washington nach einer Zeit, in der seine Nation "die Stärke eines Riesen haben würde und es niemanden geben würde, der uns Angst machen könnte". Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts schienen die Vereinigten Staaten auf dem Weg zu einer Weltmachtposition zu sein, die selbst Washington sich nicht hätte vorstellen können.
In The American Century and Beyond: U. S. Foreign Relations, 1893-2014, dem zweiten Band einer neuen, geteilten Taschenbuchausgabe des preisgekrönten From Colony to Superpower, erzählt George C. Herring den Aufstieg der Vereinigten Staaten von den Anfängen dessen, was als das amerikanische Jahrhundert bekannt wurde. Dieser rasante Bericht erzählt eine Geschichte von erstaunlichen Erfolgen und tragischen Misserfolgen und beleuchtet die zentrale Bedeutung der Außenbeziehungen für die Existenz und das Überleben der Nation. Herring zeigt, wie die politischen Entscheidungsträger die amerikanischen Interessen im weitesten Sinne definierten, nämlich als territoriale Expansion, als Zugang zu wachsenden Märkten und als Verbreitung des "American Way of Life". Er erzählt von der Vorherrschaft der Vereinigten Staaten in der Karibik und im Pazifik, ihrer entscheidenden Beteiligung an zwei Weltkriegen und dem letztendlichen Sieg im Kalten Krieg, der sie nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zur einzigen Supermacht der Welt machte.
Doch der unipolare Moment erwies sich als verblüffend kurz. Jahrhunderts haben die Konflikte in Afghanistan und im Irak und das Aufkommen von Nationen wie Brasilien, Russland, Indien und China die Vereinigten Staaten in eine bestenfalls unsichere Position gebracht. Ein neues Kapitel bringt Herrings weitreichende Erzählung über den Globalen Krieg gegen den Terror in die Gegenwart.