
The Secret Diplomacy of the Vietnam War: The Negotiating Volumes of the Pentagon Papers
1971 machte der RAND-Berater Daniel J. Ellsberg landesweit Schlagzeilen, als er der New York Times eine streng geheime Pentagon-Studie über den Vietnamkrieg übergab. Die Veröffentlichung der Pentagon Papers erschütterte das amerikanische Verteidigungsministerium und fachte die wachsende Anti-Kriegs-Protestbewegung in den Vereinigten Staaten an.
Ende des Jahres wurde der größte Teil der Pentagon Papers der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Vier Bände wurden jedoch zurückgehalten, wobei Ellsberg selbst einräumte, dass sie besonders sensibel seien. Diese so genannten Verhandlungsbände befassen sich mit der Diplomatie des Krieges zwischen 1964 und 1968. In Buchform veröffentlicht und ausführlich kommentiert, stellen sie eine unverzichtbare Quelle für das Studium der Diplomatie während des Vietnamkonflikts dar.
Diese Dokumente umfassen dreizehn wichtige Friedenskontakte und -initiativen, die während der Präsidentschaft von Lyndon Johnson stattfanden. Sie liefern eine Fülle neuer Informationen über die amerikanischen Bombardierungspausen im Mai 1965 und Januar 1966, mehrere Friedensinitiativen Dritter und einen immer noch nahezu unbekannten Kontakt zwischen nordvietnamesischen und amerikanischen Diplomaten in Paris aus dem Jahr 1965 mit dem mysteriösen Namen "xyz". Sie bieten die bisher vollständigste Dokumentation der von Polen unterstützten Friedensinitiative mit dem Codenamen "Marigold" und der gescheiterten Friedensinitiative, die Anfang 1967 vom britischen Premierminister Wilson und dem sowjetischen Premier Kosygin gestartet wurde.
Der Nutzen dieses wichtigen Buches wird durch die ausführlichen Anmerkungen von Herring, die äußerst informativen einleitenden Essays und die hilfreichen Glossare erheblich gesteigert.