Bewertung:

George C. Herrings „Von der Kolonie zur Supermacht“ bietet eine umfassende Analyse der US-Außenbeziehungen von 1776 bis ins frühe 21. Jahrhundert und verbindet historische Details mit einer übergreifenden Erzählung über die amerikanische diplomatische Geschichte. Obwohl das Buch für seine Gründlichkeit und seinen fesselnden Stil gelobt wird, bemängeln einige Kritiker, dass es gelegentlich zu rechthaberisch ist und es ihm an nuancierten historischen Perspektiven mangelt, insbesondere bei der Behandlung bestimmter Ereignisse und der politischen Voreingenommenheit des Autors.
Vorteile:⬤ Bietet einen umfassenden und detaillierten Überblick über die Außenbeziehungen der USA über mehr als zwei Jahrhunderte.
⬤ Fesselnder Schreibstil, der das Interesse des Lesers weckt.
⬤ Verknüpft erfolgreich nationale und internationale Faktoren der US-Geschichte.
⬤ Bietet einzigartige Einblicke und Interpretationen, die traditionelle Ansichten in Frage stellen.
⬤ Erleichtert das Verständnis komplexer historischer Ereignisse und ihrer Auswirkungen auf die moderne Politik.
⬤ Wertvoll sowohl für allgemeine Leser als auch für Geschichtsspezialisten.
⬤ Einigen Abschnitten mangelt es an der nötigen Tiefe und Nuancierung, wodurch komplexe Ereignisse beschönigt werden.
⬤ Kritiker bemängeln eine vermeintliche Voreingenommenheit des Autors gegenüber der Politik, insbesondere gegenüber bestimmten Regierungen.
⬤ Der Rückgriff auf Sekundärquellen untergräbt manchmal die Solidität der Dokumentation.
⬤ Der Umfang des Buches kann für manche Leser überwältigend sein.
⬤ Manche Leser finden, dass übertriebene Meinungen und hypothetische Szenarien von der sachlichen Darstellung ablenken.
(basierend auf 111 Leserbewertungen)
From Colony to Superpower: U.S. Foreign Relations Since 1776
Die Oxford History of the United States ist die angesehenste mehrbändige Geschichte unserer Nation, die es im Druck gibt. Die Reihe umfasst drei Pulitzer-Preisträger, einen New York Times-Bestseller und Gewinner der renommierten Bancroft- und Parkman-Preise. Von der Kolonie zur Supermacht“ ist der einzige thematische Band, der für die Reihe in Auftrag gegeben wurde. George C. Herring nutzt hier die Außenbeziehungen als Objektiv, durch das er die Geschichte von Amerikas dramatischem Aufstieg von dreizehn ungleichen, an der Atlantikküste zusammengekauerten Kolonien zur größten Supermacht der Welt erzählt.
Dieser umfassende Bericht über die Außenbeziehungen und die Diplomatie der Vereinigten Staaten dokumentiert die Interaktion der USA mit anderen Völkern und Nationen der Welt. Herring erzählt eine Geschichte atemberaubender Erfolge und manchmal tragischer Misserfolge, eingefangen in einer rasanten Erzählung, die die zentrale Bedeutung der Außenbeziehungen für die Existenz und das Überleben der Nation beleuchtet und ihre anhaltenden Auswirkungen auf das Leben der einfachen Bürger hervorhebt. Er zeigt, wie die politischen Entscheidungsträger die amerikanischen Interessen im weitesten Sinne definierten, nämlich als territoriale Expansion, als Zugang zu wachsenden Märkten und als Verbreitung des „American Way of Life“. Und Herring tut dies alles in einer Geschichte, die reich an menschlichen Dramen und epischen Ereignissen ist. Staatsmänner wie Benjamin Franklin und Woodrow Wilson sowie Harry Truman und Dean Acheson spielten eine Schlüsselrolle bei Amerikas Aufstieg zur Weltmacht. Aber Amerikas Expansion als Nation verdankt sich auch den Abenteurern und Entdeckern, den Seefahrern, Kaufleuten und Industriekapitänen, den Missionaren und Diplomaten, die neue Länder entdeckten oder kartierten, neue Handelswege erschlossen und die Interessen der Nation in fremden Ländern begründeten und verteidigten.
Von der amerikanischen Revolution bis zum fünfzigjährigen Kampf gegen den Kommunismus und den Konflikten in Afghanistan und im Irak erzählt Von der Kolonie zur Supermacht die dramatische Geschichte von Amerikas Aufstieg zur Supermacht - seine Geburt in der Revolution, seine unruhige Gegenwart und seine ungewisse Zukunft.