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The Historian's Eye: Photography, History, and the American Present
Zwischen 2009 und 2014, als die Nation über die historische Wahl von Barack Obama nachdachte und die Auswirkungen der Großen Rezession ertrug, machte sich Matthew Frye Jacobson mit einer Kamera auf den Weg, um zu erkunden und zu dokumentieren, was in dieser turbulenten Zeit für das „Auge des Historikers“ erkennbar war. Nachdem er mehrere Tausend Bilder gesammelt hatte, begann Jacobson über ihre rohe, informelle Unmittelbarkeit nachzudenken und erkannte, dass sie ein Archiv eines Moments von unbestreitbarer historischer Bedeutung darstellten.
Dieses Buch präsentiert mehr als 100 Bilder zusammen mit Jacobsons Erinnerungen an die Momente ihrer Entstehung und seinem Verständnis davon, wie sie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbinden. Jacobsons dokumentarische Arbeit zwischen 2009 und 2014 verfolgte in Echtzeit die Entstehung dessen, was wir heute als Trumpismus kennen. Die Bilder zeigen verschiedene Ausdrucksformen des bürgerlichen Engagements, die sinnbildlich für die Bestrebungen, Erwartungen, Versprechen und Misserfolge dieser Periode der amerikanischen Geschichte sind.
Unzählige geschlossene Geschäfte und verlassene Schaufenster stehen als öffentliche Denkmäler für die weit verbreitete Not; die allgegenwärtige, erwartungsvolle Obama-Ikonographie artikuliert den Wunsch nach einer neuen nationalen Erzählung; extravagantes Straßentheater und ironische Beschilderungen zeugen von einem gemeinsamen Impuls, der Macht die Stirn zu bieten. Eingerahmt von einem einleitenden Essay, spiegeln diese Bilder die nüchterne Anmut einer Zeit wider, die gefährlich erscheint, in der aber „Hoffnung“ noch nicht an Bedeutung verloren hat.