Bewertung:

Das Buch „Whiteness of a Different Color“ von Matthew Frye Jacobson ist eine umfassende Untersuchung der historischen und soziokulturellen Entwicklung des Konzepts des Weißseins in Amerika. Es wird untersucht, wie sich die Definition von „Weißsein“ im Laufe der Zeit verändert hat, welche Auswirkungen diese Veränderungen auf verschiedene Einwanderergruppen haben und wie sie sich auf die amerikanische Identität und die Beziehungen zwischen den Ethnien im Allgemeinen auswirken. Das Werk wird für seine gründliche Analyse und das originale Quellenmaterial gelobt, auch wenn einige Leser den Schreibstil als schwierig und die Gliederung als etwas unübersichtlich empfinden.
Vorteile:⬤ Sehr informativ und notwendig, da es die Komplexität der rassischen Identität in Amerika beleuchtet.
⬤ Verwendet eine Vielzahl von Originalquellen und bietet eine starke historische Perspektive.
⬤ Stimuliert kritisches Denken über Ethnie und ihre sozialen Konstruktionen.
⬤ Wird als wichtiger akademischer Beitrag anerkannt und mehrfach mit wissenschaftlichen Preisen ausgezeichnet.
⬤ Bringt zeitgenössische Relevanz in die Diskussionen über Nativismus und Ethnie ein.
⬤ Einige Leser finden den Schreibstil langatmig und schwer nachvollziehbar, mit einem Mangel an Klarheit im Ausdruck.
⬤ Es gibt Kritik an der Gliederung und Struktur der Argumente, was zu dem Eindruck führt, dass das Buch sehr unübersichtlich ist.
⬤ Einige Rezensenten waren der Meinung, dass das Buch wiederholt ethnische Stereotypen hervorhebt.
⬤ Einige Leser fanden das Buch nicht persönlich ansprechend und erwähnten, dass es nicht ihrem literarischen Geschmack entspreche.
(basierend auf 18 Leserbewertungen)
Whiteness of a Different Color: European Immigrants and the Alchemy of Race
Amerikas rassische Odyssee ist das Thema dieses bemerkenswerten Werks historischer Phantasie.
Matthew Frye Jacobson vertritt die Ansicht, dass Ethnie nicht in der Natur, sondern in den Kontingenzen von Politik und Kultur liegt. In den sich ständig verändernden rassischen Kategorien sehen wir die konkurrierenden Theorien der Geschichte und des kollektiven Schicksals, mit denen die Macht in den Vereinigten Staaten organisiert und angefochten wurde.
Indem er die Aufregung des neuen Feldes der „Weißseinsstudien“ einfängt und sie mit der traditionellen historischen Forschung verbindet, zeigt Jacobson, dass in dieser Nation der Einwanderer die „Ethnie“ im Zentrum der bürgerlichen Assimilation stand: Ethnische Minderheiten, die amerikanisch wurden, wurden neu rassifiziert, um kaukasisch zu werden. Er liefert eine Gegengeschichte dazu, wie nationale Gruppen wie die Iren oder Griechen zu Amerikanern wurden, während rassische Gruppen wie Kelten oder Mediterranen zu Kaukasiern wurden. Jacobson geht der Ethnie als Konzept und Wahrnehmung nach und betont, wie wichtig es ist, nicht nur zu wissen, wie wir einander bezeichnen, sondern auch, wie wir einander sehen, und wie sich diese rassifizierte Sichtweise in diesem Jahrhundert weitgehend verändert hat.
Die Etappen der Rassenbildung - Rasse als Ergebnis von Eroberung, Versklavung, Imperialismus, Rassentrennung und Arbeitsmigration - sind alle Teil der komplexen und heute kontraintuitiven Geschichte der Ethnie. Whiteness of a Different Color (Weißsein einer anderen Farbe) zeichnet die Fließfähigkeit von Rassenkategorien anhand eines immensen Fundus an Forschungsergebnissen aus Literatur, Populärkultur, Politik, Gesellschaft, Ethnologie, Anthropologie, Karikaturen und Rechtsgeschichte nach, darunter aufsehenerregende Prozesse wie der Fall Leo Frank und die Draft Riots von 1863.