
The Photographic Uncanny: Photography, Homelessness, and Homesickness
Dieses Buch plädiert für ein neues Verständnis der grundlegend unheimlichen Qualität des Mediums Fotografie.
Es plädiert insbesondere für die Fähigkeit bestimmter Fotografien - gerade durch ihre Unheimlichkeit -, Strukturen politischer und sozialer Dominanz anzufechten. Das Unheimliche als eine Qualität, die die Wahrnehmung von Heimat verunsichert, erscheint als ein Symptom der modernen und zeitgenössischen Gesellschaft und auch als ein ästhetischer Apparat, mit dem einige Schlüsselfotografien die Hegemonie der kapitalistischen und industrialisierten Domänen kritisieren.
Das Buch spannt einen weiten historischen Bogen, der mit William Henry Fox Talbot beginnt und mit dem zeitgenössischen indigenen Fotografen Bear Allison und dem zeitgenössischen afroamerikanischen Fotografen Devin Allen endet. Durch genaue Lektüre, Exegese einzelner Fotografien und den sorgfältigen Einsatz zeitgenössischer politischer und ästhetischer Theorien plädiert The Photographic Uncanny für eine Neudefinition der politischen Fähigkeit der Fotografie, den heimgesuchten, heimatlosen Zustand der Moderne aufzudecken.