Bewertung:

Das Buch bietet eine einzigartige Mischung aus persönlichen Memoiren, historischer Erzählung und spekulativer Interpretation des frühen Christentums, wobei der Schwerpunkt auf Figuren wie Paulus und Lukas liegt. Während es einige Leser mit seinem phantasievollen Ansatz und seinem talentierten Schreibstil fesselt, finden andere es langweilig und übermäßig selbstreferenziell, was von der Erforschung der christlichen Ursprünge ablenkt.
Vorteile:Das gut geschriebene und fesselnde Buch bietet neue Perspektiven auf frühchristliche Persönlichkeiten und verbindet aufmerksame persönliche Überlegungen mit historischen Inhalten. Einige Leser schätzen die Kreativität des Autors und finden die Erzählung fesselnd und aufschlussreich.
Nachteile:Manche Leser sind von den persönlichen Abschweifungen des Autors, die in keinem Zusammenhang mit den Hauptthemen zu stehen scheinen, frustriert. Kritiker bemängeln, dass es dem Buch an wissenschaftlicher Tiefe mangelt und dass einige der vorgestellten Ideen eher spekulativ als fundiert erscheinen.
(basierend auf 59 Leserbewertungen)
The Kingdom
Ein mitreißender fiktiver Bericht über die frühen Christen, deren unwahrscheinlicher Glaube die Welt eroberte
Ergriffen von der Geschichte eines Messias, dessen Blut wir trinken und dessen Körper wir essen, greift der genreübergreifende Autor Emmanuel Carr in seinem neuesten Werk die Geschichte der frühen Kirche wieder auf. Mit einem eigenwilligen und manchmal ikonoklastischen Blick auf den Charme und die Schwächen der Kirchenväter führt Carr die Leser durch seine "Türen" in die biblische Erzählung. Einmal drinnen, folgt er der bunt zusammengewürfelten Gruppe der frühen Christen durch die turbulenten Tage der Gründung des Glaubens.
Carr, der die Bibelwissenschaft wie einen Camcorder schultert, erschafft das Klima des Neuen Testaments mit dem Scharfsinn eines erfahrenen Geschichtenerzählers neu, indem er seinen eigenen Bericht über die Auseinandersetzung mit den zentralen Lehren des Glaubens mit dem Leben der ersten Christen verwebt. Carr versetzt sich in die Lage des Heiligen Paulus und vor allem des Heiligen Lukas, indem er dessen Begegnung mit der jüdischen Randsekte nachzeichnet, aus der schließlich das Christentum hervorging, und seine Nachforschungen über ihren Gründer, einen obskuren religiösen Freak, der unter berüchtigten Umständen starb, nachzeichnet.
In einer kühnen Mischung aus Wissenschaft und Spekulation, aus Memoiren und journalistischer Berichterstattung begibt sich Carr auf eine rasante Verfolgungsjagd durch den letzten Teil der Bibel und stellt Protagonisten vor, die glaubten, in die wichtigsten Ereignisse ihrer Zeit verwickelt zu sein. Das Königreich ist eine umfassende und kluge Meditation über den Glauben und beschreibt das Aufkommen einer Religion und die fortwährende Suche nach einem Platz in dieser Religion.