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The Life of Wisdom in Rousseau's Reveries of the Solitary Walker
Das Leben der Weisheit in Rousseaus "Träumereien des einsamen Wanderers" ist die erste vollständige Exegese und Interpretation von Rousseaus letztem und gipfelndem Werk, die dessen gesamte philosophische und moralische Lehre aufzeigt. Die Träumereien wurden als ein literarisches Werk gefeiert, das einen anerkannten Höhepunkt der französischen Prosa darstellt. Thomas L. Pangle argumentiert, dass diese ästhetische Würdigung eine eingehende Interpretation der komplexen und vielschichtigen Lehren der Schrift über die normativ beste Lebensweise erfordert - und wie wesentlich dies für ein Werk ist, das anfangs verwirrend war.
Rousseau sticht unter den modernen politischen Philosophen dadurch hervor, dass er der politischen Philosophie das zurückgab, was Sokrates und seine Schüler (von Platon und Xenophon über Aristoteles und die Stoiker bis hin zu Cicero) in den Mittelpunkt gestellt hatten - und was die vorangegangenen modernen Philosophen der Aufklärung in den Hintergrund gedrängt hatten: das Studium des Lebens und der Seele des vorbildlichen, unabhängigen Weisen als Inhaber der "menschlichen Weisheit". Rousseau machte dies wieder zum obersten Thema und zur Quelle von Normen für die politische Philosophie und für die moralische und staatsbürgerliche Existenz der Menschheit.
In seiner Analyse der Träumereien legt Pangle Rousseaus tiefgreifendste Erkundung und Artikulation seines eigenen Lebens, seiner Persönlichkeit, seiner Seele und seines Denkens als "der von der Vernunft erleuchtete Naturmensch" offen. Er beschreibt in Rousseaus letztem Werk die vollste Verkörperung der Erfahrungsweisheit, aus der Rousseaus politische und moralische Philosophie, seine Theologie und seine musikalische und literarische Kunst hervorgehen und auf die er verweist.