Bewertung:

Die Rezensionen zeigen eine Mischung aus Anerkennung und Kritik an Willie Morris' Buch über Marcus Dupree und den breiteren Kontext des Lebens in Mississippi. Viele Leser fanden das Buch aufschlussreich und eloquent geschrieben und lobten vor allem die Erforschung von Themen im Zusammenhang mit Ethnie, Identität und Gemeinschaft. Einige Leser merkten jedoch an, dass die Erzählung langsam sein und sich zu sehr auf periphere Details konzentrieren könnte, was von der Hauptgeschichte über Dupree ablenkt.
Vorteile:In vielen Rezensionen werden der schöne Schreibstil, die tiefgründige Erforschung des Südens, die fesselnde Erzählung über Marcus Dupree, die aufschlussreichen Überlegungen zu Ethnie und Identität sowie die starke Charakterentwicklung hervorgehoben. Es wird sowohl als großartiges Sportbuch als auch als ergreifender sozialer Kommentar gesehen.
Nachteile:Einige Rezensenten kritisieren das Buch als langsam, sich wiederholend und zu langatmig, wobei sie vor allem darauf hinweisen, dass der Fokus zu sehr auf dem Hund des Autors und der lokalen Geschichte liegt und nicht auf Duprees Football-Reise. Dies führte dazu, dass einige Leser das Buch als langweilig oder schwer zu beenden empfanden.
(basierend auf 26 Leserbewertungen)
The Courting of Marcus Dupree
Zu der Zeit, als Marcus Dupree geboren wurde, als der Rassismus im tiefen Süden kurz davor war, an der Bürgerrechtsbewegung zu zerbrechen, reiste Willie Morris in einem für Südstaaten-Autoren typischen Rundgang nach Norden. Seine Memoiren über diese Jahre, North Toward Home, wurden zu einem modernen Klassiker.
In The Courting of Marcus Dupree kehrte er erneut nach Mississippi zurück, um über die Kleinstadt Philadelphia und ihren Lieblingssohn, einen schwarzen High-School-Quarterback, zu schreiben. In Marcus Dupree fand Morris eine lebendige Verkörperung jener barocken Ausprägung des amerikanischen Charakters, die man Südstaaten nennt. Beginnend auf den Sommer-Trainingsplätzen begleitet Morris Marcus Dupree durch jedes Spiel seines letzten Schuljahres.
Er spricht mit der Familie Dupree, den College-Anwerbern, dem Trainer und dem Schuldirektor, einigen Lehrern und Stadtbewohnern und natürlich mit dem jungen Mann selbst. Während die Saison voranschreitet und der siebzehnjährige Dupree eine nationale Aufmerksamkeit auf Philadelphia lenkt, wie sie seit den Unruhen der frühen sechziger Jahre weder bekannt noch erträglich war, erhalten diese Gespräche eine größere Bedeutung.
Willie Morris hat mehr als nur ein Tagebuch eines Zuschauers geschrieben. Er schreibt hier über seine Rückkehr in ein Land und ein Volk, das etwas wiedererlangt hat, das einst von Angst und fehlgeleiteter Loyalität verdrängt worden war.
Das Ergebnis ist ein faszinierendes, ungewöhnliches und sogar aktuelles Werk, das eine Geschichte erzählt, die reicher ist als ihr offensichtlicher Gegenstand, denn es erweckt den gesamten Süden der achtziger Jahre mit all seinen charakteristischen Resonanzen zum Leben.