Bewertung:

Das Buch zeigt den Schreibstil von Willy Morris, der bei Fans seiner Werke gut ankommt, insbesondere bei denen, die mit der New Yorker Literaturszene vertraut sind. Für diejenigen, die eine umfassendere Darstellung von New York suchen, ist es jedoch möglicherweise nicht geeignet.
Vorteile:⬤ Qualitativ hochwertig geschrieben
⬤ spricht Fans von Willy Morris an
⬤ bietet eine eingehende Erkundung der New Yorker Literaturszene.
Wird als zu sehr auf Insider fokussiert empfunden; es fehlt eine breitere Darstellung der New Yorker Kultur.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
New York Days
In New York Days, der lang erwarteten Fortsetzung des preisgekrönten North Toward Home, erinnert sich Willie Morris an seine triumphalen, aufregenden und letztlich niederschmetternden Jahre als jüngster Chefredakteur von Harper's, Amerikas ältestem Magazin, in denen er im Zentrum des atemberaubenden Kosmos der Nation aus Schreiben, Veröffentlichen, Politik und Kunst stand. Es waren die 1960er Jahre, als New York City ein Ort war, "der vor Möglichkeiten pulsierte" und "in dem jeder jeden zu kennen schien und in dem alles Wichtige zuerst zu passieren schien".
Das waren Willie Morris' New Yorker Tage - mit William Styron, David Halberstam, Woody Allen, Bobby Kennedy, Truman Capote, Shirley MacLaine, George Plimpton, Leonard Bernstein und den anderen führenden Persönlichkeiten dieser Zeit. Denn er kannte sie alle: die Schriftsteller, die Dichter, die Intellektuellen, die Redakteure, die Schauspielerinnen, die Tycoons, die Detektive, die Sportler und nicht wenige Fakire und Scharlatane. Er trank mit Sinatra im Players Club und lauschte in den Trattorien der Mafia; er saß neben DiMaggio in den Rängen des Garden und verbrachte die Abende im Elaine's.
Und tagsüber arbeitete Morris daran, Harper's von einer uninspirierten Literaturzeitschrift zu einem bahnbrechenden politischen und kulturellen Sprachrohr der 60er Jahre zu machen, bis es 1971 zum Zerwürfnis in der Redaktion und zu Massenkündigungen kam - dem wohl bemerkenswertesten Streit in der amerikanischen Verlagsgeschichte. New York Days ist das Porträt einer Epoche, aber auch eine ergreifende, zutiefst persönliche und doch universelle Geschichte über das Leben eines Mannes: eines Mannes, der alles erreicht, was er sich je erhofft hat, nur um zu erkennen, dass das, was er geopfert hat, noch größer ist.
Denn während er den Höhepunkt seiner Karriere erreichte, erlebte Morris auch einen großen Verlust: die Auflösung seiner Ehe und den Zusammenbruch der Zeitschrift, die er mit aufgebaut hatte. Jetzt, nach mehr als zwanzig Jahren und tausend Meilen, fragt Morris sein jüngeres Ich: "Wohin in aller Welt, du schnelllebiger Junge, gehst du jetzt? " Und was, i.