Bewertung:

Das Buch bietet eine tiefgründige, durchdachte Untersuchung von zwei bedeutenden Gemälden von Poussin, die dem Leser durch sorgfältige Beobachtung und persönliche Überlegungen des Autors T.J. Clark Einblicke in die bildende Kunst gewährt. Obwohl das Buch für seinen schönen Schreibstil und die reichhaltigen Illustrationen gelobt wurde, empfanden einige Leser Elemente des Schreibens als selbstverliebt, und es gab erhebliche Probleme mit einem Druckfehler, der das Leseerlebnis störte.
Vorteile:⬤ Fesselnd und lebendig geschrieben
⬤ regt zur genauen Betrachtung der Kunst an
⬤ wunderschön produziert mit feinen Reproduktionen
⬤ aufschlussreiche Analyse des Malerhandwerks
⬤ regt zu anregenden Gesprächen über Kunst an
⬤ empfohlen für Kunstliebhaber
⬤ bietet eine einzigartige tagebuchartige Erforschung der Wahrnehmung.
⬤ Etwas ausschweifender und mäandernder Schreibstil
⬤ gefühlter Mangel an Fokus und Innovation in der Ästhetik
⬤ Druckfehler mit fehlenden und duplizierten Seiten
⬤ erfordert Geduld, um durch den Gedankengang des Autors zu navigieren.
(basierend auf 14 Leserbewertungen)
The Sight of Death: An Experiment in Art Writing
Ein renommierter Kunsthistoriker setzt sich mit den spezifischen Kräften der Malerei und dem Einfluss des visuellen Bildes auf die Vorstellungskraft des Betrachters auseinander.
Warum kehren wir immer wieder zu bestimmten Bildern zurück? Was ist es, wonach wir suchen? Wie verändert sich unser Verständnis eines Bildes im Laufe der Zeit? In seinem neuesten Buch geht T. J. Clark diesen Fragen - und vielen anderen - auf eine Weise nach, die das Schreiben über Kunst in neue Bahnen lenkt.
Anfang 2000 hingen im Getty Museum zwei außergewöhnliche Gemälde von Poussin in einem einzigen Raum: Landschaft mit einem Mann, der von einer Schlange getötet wurde (National Gallery, London) und die Landschaft mit einer Ruhe, die das Getty Museum besitzt. Clark kehrte jeden Morgen in die Galerie zurück, um sich diese Gemälde anzusehen, und fast unwillkürlich begann er, seine wechselnden Reaktionen in einem Notizbuch festzuhalten. Das Ergebnis ist eine fesselnde Analyse der beiden Landschaften und ihrer unterschiedlichen Auffassungen von Leben und Tod, vor allem aber die Chronik einer Untersuchung über das Wesen der visuellen Komplexität. Clarks Meditationen - manchmal direkt persönlich, manchmal mit Bezug auf die breitere Politik unserer gegenwärtigen Bilderwelt - verfolgen die Erfahrung der Kunstbetrachtung mit all ihren realen Drehungen und Wendungen.