Bewertung:

Das Buch hat gemischte Kritiken erhalten. Einige loben die Wissenschaftlichkeit des Autors, andere kritisieren seinen Schreibstil und die Qualität der Produktion. Während Dr. T.J. Clark für seine Einblicke in die Kunst anerkannt ist, sind die Rezensenten der Meinung, dass seine Prosa oft die Bedeutung verdunkelt und von der Kunst selbst ablenkt. Außerdem gibt es Beschwerden über die Qualität der Taschenbuchausgabe, die schlecht gedruckte Bilder enthält.
Vorteile:⬤ Anerkanntes Fachwissen des Autors, T.J. Clark, in der Kunstgeschichte.
⬤ Aufschlussreiche Erforschung der Beziehung zwischen der materiellen Existenz und der spirituellen Welt, die durch die Kunst vermittelt wird.
⬤ Der Schreibstil ist dicht und unklar, was es schwierig macht, sich auf den Inhalt einzulassen.
⬤ Kritik an der ästhetischen Wertschätzung von Kunst, wobei der Schwerpunkt auf der Ikonografie und nicht auf der emotionalen Wirkung des Kunstwerks liegt.
⬤ Schlechte Produktionsqualität der Taschenbuchausgabe, einschließlich verschmierter Bilder und Bindungsprobleme.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Heaven on Earth: Painting and the Life to Come
In diesem neuesten Werk untersucht der angesehene Kunsthistoriker T.
J. Clark die verschiedenen Arten, wie die Malerei den Traum vom Reich Gottes dargestellt hat: der Himmel kam auf die Erde.
Er geht zurück ins späte Mittelalter und in die Renaissance - zu Giotto in Padua, zu Bruegel, der sich den Schrecken des Religionskriegs stellt, zu Poussin, der die Sakramente malt, und zu Veronese, der die menschliche Komödie entfaltet, insbesondere seine unergründliche Allegorie der Liebe. War es letztlich ein Vorteil für die Malerei, dass die Künstler in einem Zeitalter der Orthodoxie und der erzwungenen Zensur (Androhung von Höllenfeuer, Verbrennung auf dem Scheiterhaufen) Wege fanden, über die Kräfte und Grenzen der Religion nachzudenken, ohne ihre Gedanken in Worte zu fassen? Abschließend führt uns Clark mit Picassos Sturz des Ikarus, das 1958 für die UNESCO entstand, in das Nuklearzeitalter, das bereits ein Zeitalter anzukündigen oder gar vorzuschreiben scheint, in dem alle Zukünfte tot sind.