Bewertung:

Die Rezensionen zu „Picasso und die Wahrheit“ von T.J. Clark zeigen eine zwiespältige Rezeption: Einige loben die tiefgründige Analyse von Picassos Werken, andere kritisieren die Komplexität und die vermeintliche Überheblichkeit des Buches. Das Buch ist gut illustriert, regt zum Nachdenken an und bietet einen aufschlussreichen Blick auf Picassos Gemälde, könnte aber für allgemeine Leser zu dicht und akademisch sein.
Vorteile:Das Buch bietet eine eingehende Analyse von Picassos Werken, ist gut recherchiert und mit hochwertigen Drucken illustriert und bietet anregende Ideen für Liebhaber der Kunstgeschichte. Es ist für diejenigen interessant, die philosophische und analytische Diskussionen über Kunst schätzen.
Nachteile:Die theoretische Sprache kann komplex und abstrakt sein, so dass das Buch vor allem für diejenigen zugänglich ist, die einen fundierten Hintergrund in Kunstkritik haben. Einige Leser empfinden den Ton des Autors als prätentiös und den Schwerpunkt als zu analytisch, wodurch die persönlicheren Aspekte von Picassos Leben und Kunstschaffen in den Hintergrund treten. Auch fehlt es dem Buch an einer Fülle von Bildern, was diejenigen enttäuschen könnte, die ein visuell reichhaltiges Kunstbuch suchen.
(basierend auf 17 Leserbewertungen)
Picasso and Truth: From Cubism to Guernica
(Eine bahnbrechende Neubewertung von Picasso durch einen der bedeutendsten Kunsthistoriker der Gegenwart)
Picasso und die Wahrheit bietet einen atemberaubenden und originellen neuen Blick auf den bedeutendsten Künstler der Neuzeit. Von Pablo Picassos frühem Das blaue Zimmer bis zu seinem späteren Guernica bietet der renommierte Kunsthistoriker T. J. Clark eine beeindruckende Neubewertung der Gemälde des Künstlers aus den 1920er und 1930er Jahren. Warum war der Raum so grundlegend für Picassos Weltanschauung? Und was geschah mit seiner Kunst, als er das Gefühl bekam, dass der Raum zu eng wurde - zu wenig ausgesetzt den Katastrophen des zwanzigsten Jahrhunderts? Clark erforscht die Rolle des Raums und des Interieurs sowie den Kampf zwischen Intimität und Monstrosität in Picassos Kunst. Basierend auf den A. W. Mellon Lectures in the Fine Arts, die in der National Gallery of Art gehalten wurden, korrigiert dieser reich bebilderte Band die biografischen und abgöttischen Tendenzen der meisten Studien über Picasso, indem er die Struktur und die Substanz des Werks des Künstlers wieder in den Vordergrund rückt.
Mit fesselndem Einblick konzentriert sich Clark auf drei zentrale Werke - die großformatige Gitarre und Mandoline auf einem Tisch (1924), Die drei Tänzerinnen (1925) und Der Maler und sein Modell (1927) - und untersucht Picassos Antwort auf Nietzsches Überzeugung, dass die uralte Verpflichtung zur Wahrheit in der modernen europäischen Kultur implodiert. Meisterhaft in seiner historischen Kontextualisierung rettet Picasso und die Wahrheit Picasso vor der Berühmtheitskultur, die seine Errungenschaften trivialisiert, und führt uns zu der tragischen Vision seiner Kunst zurück - menschlich und entsetzlich, naiv und schwierig, in der Trauer um ein verlorenes neunzehntes Jahrhundert und doch völlig der Hölle des Europas zwischen den Kriegen ausgesetzt.
-- "Apollo Magazin".