Bewertung:

Das Buch hat überwältigend positive Rezensionen erhalten, in denen die fesselnde Erforschung des Einflusses der Geschlechter auf die Wissenschaftsgeschichte hervorgehoben wird, insbesondere im Kontext des aufklärerischen Denkens. Viele Leser schätzen die Fähigkeit der Autorin, kritisches Denken anzuregen und aufschlussreiche Beispiele dafür zu liefern, wie soziale Konstruktionen wissenschaftliche Konzepte prägen. Einige wenige Rezensenten kritisieren das Buch jedoch wegen vermeintlicher Voreingenommenheit und mangelnder Strenge bei der historischen Interpretation.
Vorteile:Kommt in perfektem Zustand an, enthält eine handschriftliche Notiz, regt zum kritischen Denken an, gutes Geschenk für Studenten, faszinierende Untersuchung von Geschlecht und Ethnie in der Wissenschaft, fesselnd und leicht zu lesen, enthält atemberaubende historische Fakten, anerkannt als wertvolle Ressource in der Geschlechterforschung.
Nachteile:Einige Leser sind der Meinung, dass das Buch keinen wirklichen Wert hat, der über die Wiedergabe der Geschichte hinausgeht. Sie behaupten, dass es voller Non-Sequiturs und voreingenommener Spekulationen ist, und kritisieren die Interpretation des Autors als zielgerichtet und unzureichend belegt.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
Nature's Body: Gender in the Making of Modern Science
Ausgezeichnet mit dem Ludwik-Fleck-Buchpreis der Gesellschaft für Sozialstudien der Wissenschaften, 1995.
Die Naturhistoriker des achtzehnten Jahrhunderts schufen eine eigentümliche und besonders dauerhafte Vision der Natur, die die sexuellen und rassischen Spannungen jener Zeit widerspiegelte. Als man entdeckte, dass Pflanzen sich sexuell fortpflanzen, schrieben Botaniker des 18. Jahrhunderts ihnen leidenschaftliche Beziehungen, polyandrische Ehen und selbstmörderischen Inzest zu, und Berichte über dampfenden Pflanzensex begannen, die botanische Literatur jener Zeit zu durchdringen. Jahrhunderts gerade erst bekannt gewordenen Menschenaffen zu, kleideten die Weibchen in Seidengewänder und brachten ihnen bei, mit dem bescheidenen Auftreten englischer Matronen Tee zu trinken, während sie sich vorstellten, dass die Männchen dieser Spezies durchaus in der Lage waren, die Frauen zu verführen.
Mit Humor und akribischer Detailgenauigkeit geschrieben, zeigt Nature's Body anhand dieser und anderer Beispiele auf, wie Annahmen über Geschlecht, Sex und Rasse wissenschaftliche Erklärungen der Natur geprägt haben. Schiebinger bietet eine reiche Kulturgeschichte der Wissenschaft und ein zeitgemäßes und leidenschaftliches Argument dafür, dass die Wissenschaft neu strukturiert werden muss, um sie richtig zu machen.