Bewertung:

Das Buch erörtert die Überschneidungen von Feminismus und Wissenschaft und untersucht die historischen und sozialen Faktoren, die die Beteiligung von Frauen in wissenschaftlichen Bereichen beeinflussen. Es bietet wertvolle Einblicke in die Art und Weise, wie geschlechtsspezifische Aspekte die wissenschaftliche Praxis und die Wissensproduktion prägen, wobei auch die Komplexität dieser Beziehungen berücksichtigt wird.
Vorteile:Das Buch bietet eine eingehende historische Analyse der Rolle der Frauen in der Wissenschaft und geht auf soziale Fragen im Zusammenhang mit Bildung, Kinderbetreuung und Geschlechtergleichstellung ein. Es gibt wichtige Einblicke in die Voreingenommenheit in der wissenschaftlichen Forschung und unterstreicht die Bedeutung der Berücksichtigung des Geschlechts im wissenschaftlichen Diskurs. Das Buch ist leicht verständlich geschrieben und stellt komplexe Ideen ohne übermäßigen Jargon dar.
Nachteile:Einige Leserinnen und Leser fanden das Buch nicht besonders fesselnd oder interessant, und der Text kann manchmal als dicht oder übermäßig akademisch erscheinen. Die Tiefe der Diskussion über die Auswirkungen des Feminismus auf die Wissenschaft wird mit gemischten Gefühlen betrachtet, wobei einige argumentieren, dass es an endgültigen Schlussfolgerungen mangelt.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Has Feminism Changed Science?
Betreiben Frauen Wissenschaft anders? Und wie steht es mit Feministinnen - männlich oder weiblich? Die Antwort auf diese heikle Frage, die in diesem provokativen Buch sorgfältig dargelegt wird, wird jede Fraktion in den "Wissenschaftskriegen" aufschrecken und aufklären.
Hat der Feminismus die Wissenschaft verändert? ist zugleich eine Geschichte der Frauen in der Wissenschaft und eine offene Einschätzung der Rolle des Geschlechts bei der Gestaltung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die Wissenschaft ist sowohl ein Beruf als auch ein Wissensgebiet, und Londa Schiebinger untersucht, wie es Frauen in beiden Fällen ergangen ist und was sie geleistet haben. Zunächst betrachtet sie das Leben von Wissenschaftlerinnen in Vergangenheit und Gegenwart: Wie viele gibt es? Welche Wissenschaften wählen sie - oder haben sie für sich gewählt? Ist die Berufskultur der Wissenschaft geschlechtsspezifisch? Und gibt es etwas einzigartig Weibliches an der Wissenschaft, die Frauen betreiben? Schiebinger räumt mit dem Mythos auf, dass Wissenschaftlerinnen - nur weil sie Frauen sind - irgendwie ganzheitlicher und integrativer sind und kooperativere wissenschaftliche Gemeinschaften bilden. Gleichzeitig beschreibt sie die beträchtlichen praktischen Schwierigkeiten, mit denen Frauen in der Wissenschaft konfrontiert sind, wo häusliche Partnerschaften, Kinder und andere anspruchsvolle Belange die Karrieren von Frauen (und zunehmend auch von Männern) gefährden können.
Aber wie sieht es mit den Inhalten der Wissenschaft aus, dem Kernstück von Schiebingers Thema? Haben feministische Perspektiven positive Veränderungen in der wissenschaftlichen Erkenntnis bewirkt? Schiebinger liefert eine subtile und nuancierte Gender-Analyse der Naturwissenschaften, Medizin, Archäologie, Evolutionsbiologie, Primatologie und Entwicklungsbiologie. Sie zeigt auch, dass feministische Wissenschaftlerinnen in vielen dieser Bereiche neue Theorien entwickelt, neue Fragen gestellt und neue Felder erschlossen haben.