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The Crusade against Heretics in Bohemia, 1418-1437: Sources and Documents for the Hussite Crusades
Diese Auswahl von über 200 Texten, die fast alle zum ersten Mal in englischer Übersetzung erscheinen, bietet einen genauen Blick auf die Kreuzzüge gegen die hussitischen Ketzer im Böhmen des 15. Jahrhunderts aus der Perspektive der offiziellen Kirche - oder auf ihre Kämpfe für die Religionsfreiheit aus der Sicht der Hussiten selbst.
Sie wirft auch ein Licht auf die Bedeutung der Kreuzzugsbewegung und die Art der Kriegsführung im Spätmittelalter. Es gibt keinen einzigen dokumentarischen Bericht über den Konflikt, aber die fesselnden Ereignisse lassen sich aus einer Vielzahl zeitgenössischer Quellen rekonstruieren: Chroniken, Predigten, Manifeste, Lieder, Bullen, kaiserliche Korrespondenz, militärische und diplomatische Mitteilungen, Liturgie, militärische Verordnungen, Handelsembargos, epische Gedichte, Feldpostbriefe, jüdische Dokumente, Reden, Synodalprotokolle und Dokumente von Päpsten, Bischöfen, Kaisern und Stadträten. Diese Texte offenbaren den Eifer und die Energie der Kreuzfahrer, aber auch ihre tiefe Uneinigkeit, ihre wachsende Frustration und ihre unterschwelligen Ängste - und ebenso die Ketzerei, Entschlossenheit und Unabhängigkeit der Hussiten.
Fünfmal wurde das Kreuz gepredigt, und die weit überlegenen Kräfte der offiziellen Kirche und des Reiches marschierten in Böhmen ein, um die Bauernheere zu unterdrücken. Fünfmal wurden sie gedemütigt und in die Flucht geschlagen.