Bewertung:

Das Buch bietet eine detaillierte Analyse von Jacques Derridas Beziehung zu Edmund Husserl und veranschaulicht die Entwicklung von Derridas Denken und die Bedeutung von Husserls Phänomenologie. Obwohl das Werk für seine Klarheit und seine rigorose Untersuchung gelobt wird, wird darauf hingewiesen, dass ein starkes Vorverständnis von Husserls Philosophie notwendig ist, um den Text vollständig zu verstehen.
Vorteile:⬤ Klare und stichhaltige Argumente, die Derridas Beziehung zu Husserl effektiv erläutern.
⬤ Detaillierte Analyse, die in der bestehenden Literatur ihresgleichen sucht.
⬤ Bietet wertvolle Einblicke in Derridas Entwicklung und Beiträge.
⬤ Gut strukturiert, so dass es für diejenigen, die mit den beteiligten Philosophen vertraut sind, relativ leicht zugänglich ist.
⬤ Setzt ein hohes Maß an Vorwissen über Husserl und Derrida voraus, was weniger erfahrene Leser abschrecken könnte.
⬤ Es fehlt an kritischem Dissens oder alternativen Standpunkten zu Derridas Interpretationen.
⬤ Einige Rezensenten sind der Meinung, dass die Zitate von Husserl durch Derridas Linse begrenzt oder zweitrangig sein könnten, was auf einen möglichen Mangel an Tiefe in der direkten Auseinandersetzung mit Husserls Texten hindeutet.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Derrida and Husserl: The Basic Problem of Phenomenology
"(Ein) großartiges Werk... das die Diskussion über Derrida in den kommenden Jahren sicherlich prägen wird." --Rodolphe Gasch.
Wie ist das Verhältnis von Jacques Derrida und der Dekonstruktion zu Edmund Husserl und der Phänomenologie beschaffen? Ist die Dekonstruktion eine radikale Abkehr von der Phänomenologie oder geht sie auf das phänomenologische Projekt zurück? In Derrida und Husserl beleuchtet Leonard Lawlor den Einfluss Husserls auf die französische philosophische Tradition, die Derridas Denken inspirierte. Ausgehend von Eugen Finks zentralem Aufsatz über Husserls Philosophie rekonstruiert Lawlor sorgfältig den konzeptionellen Kontext, in dem Derrida seine Interpretation von Husserl entwickelte.
Lawlors Untersuchungen der Arbeiten von Jean Cavaills, Tran-Duc-Thao und Jean Hyppolite sowie neuerer Texte von Derrida offenbaren die Tiefe von Derridas Beziehung zu Husserls Phänomenologie. Dabei beleuchtet Lawlor den Ursprung vieler wichtiger Derrida-Konzepte wie Dekonstruktion, Metaphysik der Gegenwart, Diffranz, Intentionalität, Spur und Spektralität.