Bewertung:

Der vierte Band der Reihe „Geschichte der kontinentalen Philosophie“ zeichnet sich durch eine vielfältige Methodik und aufschlussreiche Essays aus, auch wenn einige als zu kurz oder frustrierend empfunden werden. Er ist eine gute Quelle für das Verständnis der Beziehungen zwischen verschiedenen Denkern und ihren historischen Kontexten.
Vorteile:Vielfältige Methodik, informative Aufsätze zu bedeutenden Denkern wie Merleau-Ponty und Heidegger, effektive Einordnung der Philosophen in historische Strömungen und gute Kurzübersichten, die wertvolle Einführungen in Themen bieten.
Nachteile:Einige Aufsätze sind frustrierend kurz oder unlesbar, insbesondere die über Cavailles, Canguilhem und Bachelard sowie der Aufsatz über Religionsphilosophie, den einige Leser als schlecht argumentiert empfanden.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Phenomenology: Responses and Developments
Nach Husserl entwickelte sich das Studium der Phänomenologie in verschiedene Richtungen. Die der Phänomenologie innewohnende Zweideutigkeit - zwischen bewusster Erfahrung und strukturellen Bedingungen - bot sich für eine Reihe von Interpretationen an.
Viele Existentialisten entwickelten die Phänomenologie als bewusste Erfahrung, um Ethik und Religion zu analysieren. Andere Phänomenologen entwickelten den Begriff der strukturellen Bedingungen, um Fragen der Wissenschaft, der Mathematik und der Begriffsbildung zu untersuchen. Phänomenologie: Antworten und Entwicklungen behandelt alle wichtigen Erneuerer der Phänomenologie - vor allem Sartre, Merleau-Ponty und den späteren Heidegger - sowie die wichtigsten Schulen und Themen.
Der Band zeigt auch, wie das phänomenologische Denken an eine Grenze stößt, eine Grenze, die vor allem in der ästhetischen und hermeneutischen Entwicklung der Phänomenologie deutlich wird. Der Band schließt mit einer Untersuchung über die Weiterführung der Trennung zwischen analytischer und kontinentaler Philosophie.