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The Flame
Die Flamme (1900) ist ein Roman von Gabriele D'Annunzio. Inspiriert durch die Interpretation der Werke von Friedrich Nietzsche und Walter Pater, ist Die Flamme ein halb-autobiografischer Bericht über das Ende von D'Annunzios Beziehung mit der berühmten Schauspielerin Eleonora Dusa.
Der Roman, der als zentraler Text des italienischen Dekadentismus gilt, wurde mit den Werken von Oscar Wilde und Joris-Karl Huysmans verglichen. „Mit einem allumfassenden Blick blickte sie auf die ganze Schönheit dieser letzten Septemberdämmerung. In den dunklen Vertiefungen ihrer Augen spiegelten sich die Lichtkreise, die das Ruder auf dem Wasser machte, das von den glitzernden Engeln erleuchtet wurde, die von weitem auf den Campanile von San Marco und San Giorgio Maggiore leuchteten.“ Venedig, ein Symbol der Renaissance, verändert sich.
Die Kirchen und Kanäle von einst sind geblieben, aber eine Ära kultureller Errungenschaften geht zu Ende. Während die Öffentlichkeit dem Tod des legendären Komponisten Richard Wagner entgegenfiebert, der sich im Palast von Ca' Vendramin Calergi zu Grabe getragen hat, träumt Stelio Effrena davon, seinen Ruf als einer der größten Dichter Italiens zu festigen.
Er ist erfüllt von Kunsttheorien und Lebensphilosophien und verfügt über eine unbestreitbare Beherrschung der Sprache. Dennoch fühlt er sich von seiner Muse, der alternden Schauspielerin La Foscarina, nicht inspiriert.
Das meditative und introspektive Werk Die Flamme wurde für seine Darstellung des Venedigs des neunzehnten Jahrhunderts gelobt, einer Stadt, die in der Zeit verloren scheint. Mit einem wunderschön gestalteten Einband und einem professionell gesetzten Manuskript ist diese Ausgabe von Gabriele D'Annunzios Die Flamme ein klassisches Werk der italienischen Literatur, das für moderne Leser neu interpretiert wurde.