Bewertung:

Martha Minows „Rettet die Nachrichten!“ erörtert die entscheidende Rolle zuverlässiger Nachrichten in der Demokratie und die Faktoren, die sie heute untergraben. Sie stellt konkrete Lösungen vor, darunter staatliche Unterstützung für unabhängige Medien und eine Entschädigung für Nachrichteninhalte, die von Technologieunternehmen verbreitet werden. Während viele die Bedeutung und die Einsichten, die das Buch bietet, zu schätzen wissen, finden einige Rezensenten es aufgrund seines akademischen Stils und seiner Komplexität schwer zu lesen.
Vorteile:Gut geschriebenes und wichtiges Thema, bietet konkrete Lösungen für den Rückgang verlässlicher Nachrichten, starker moralischer Kompass, informativer historischer Kontext, zeitgemäß und relevant für politische Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit.
Nachteile:Der komplexe und akademische Schreibstil kann schwer zu verstehen sein und erfordert unter Umständen ein erneutes Lesen, um Klarheit zu schaffen; einige Leser haben das Gefühl, dass das Buch die breite Öffentlichkeit nicht richtig anspricht.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Saving the News: Why the Constitution Calls for Government Action to Preserve Freedom of Speech
Ein detailliertes Argument, wie unsere Regierung in die Richtung der amerikanischen Medienlandschaft eingegriffen hat, das die wichtigsten Veränderungen in den Medien seit dem Buchdruck nachzeichnet und einen Weg für Reformen aufzeigt.
In The Changing Ecosystem of the News zieht Martha Minow Bilanz über die neue Medienlandschaft. Sie konzentriert sich auf die Frage, inwieweit unser Verfassungssystem für die derzeitige Misere verantwortlich ist und welche Verantwortung unsere Regierung hat, um das Problem zu lindern. Wie Minow zeigt, setzt der erste Zusatzartikel der US-Verfassung die Existenz und den Fortbestand einer Privatwirtschaft voraus. Obwohl der Erste Verfassungszusatz nicht das Verhalten rein privater Unternehmen regelt, schließt nichts in der Verfassung staatliche Maßnahmen zur Regulierung geballter wirtschaftlicher Macht, zur Forderung nach Offenlegung der Finanzierung von Kommunikation oder zur Unterstützung von Nachrichteninitiativen bei Marktversagen aus. Darüber hinaus hat die Bundesregierung mit finanziellen Mitteln, Gesetzen und Vorschriften zur Entwicklung und Gestaltung der Medien in den Vereinigten Staaten beigetragen. So argumentiert Minow, dass der Wandel der Medien von der Druckerpresse bis zum Internet von einer bewussten Regierungspolitik geprägt war, die die Richtung des privaten Unternehmertums beeinflusste. Kurz gesagt, die Regierung hat die Richtung und die Konturen des amerikanischen Medien-Ökosystems geprägt.
Aufbauend auf diesem grundlegenden Argument skizziert Minow eine Reihe von Reformen, darunter eine neue Fairness-Doktrin, die Regulierung digitaler Plattformen als öffentliche Versorgungsunternehmen, die Nutzung kartellrechtlicher Befugnisse zur Regulierung der Medien, die Betrugsbekämpfung und eine solidere Finanzierung der öffentlichen Medien. Wie sie betont, sind solche Reformen nicht nur plausible Ideen, sondern die Art von Initiativen, die notwendig sind, wenn die im Ersten Verfassungszusatz verankerte Garantie der Pressefreiheit auch im einundzwanzigsten Jahrhundert noch Bedeutung haben soll.