Bewertung:

Denise Minas Buch erforscht das Leben und die Wirkung von Girolamo Savonarola und stellt ihn als Vorläufer der modernen Demagogen dar, wobei sie Parallelen zu zeitgenössischen Themen wie Fanatismus und Intoleranz zieht.
Vorteile:Das Buch ist fesselnd und informativ und verwendet eine moderne Sprache und Gleichnisse, um historische Ereignisse verständlich zu machen. Es verbindet Humor mit ernsthaften Kommentaren und vermittelt auf effektive Weise komplexe Ideen. Die Leser schätzen die Klarheit des Schreibens und die aufschlussreichen Parallelen zwischen Savonarolas Zeit und dem heutigen gesellschaftspolitischen Klima.
Nachteile:Manche mögen den grafischen Inhalt als beunruhigend empfinden, und obwohl das Buch als Novelle bezeichnet wird, könnte die Kürze des Buches dazu führen, dass man sich bei bestimmten Themen mehr Tiefe wünscht. Außerdem könnte der Fokus des Buches auf extremistische Ansichten nicht jeden ansprechen.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Three Fires
Denise Mina, die preisgekrönte Meisterin der Kriminalliteratur, stellt das "Feuer der Eitelkeiten", eine Reihe von Bränden, die Ende des fünfzehnten Jahrhunderts in Florenz angezündet wurden, neu vor - inspiriert von dem fanatischen Girolamo Savonarola.
Girolamo Savonarola war ein Dominikanermönch, der am Ende des fünfzehnten Jahrhunderts in Florenz lebte. Jahrhunderts in Florenz lebte. Er war ein Verfechter der Korruptionsbekämpfung und seine Höllenfeuerpredigten gingen immer mehr in Tiraden gegen alle Luxusgüter über, die seine Anhänger zur Sünde verführten. Diese Predigten führten zu dem berüchtigten "Feuer der Eitelkeiten" - einer Reihe von Feuern, die in ganz Florenz angezündet wurden, um alles zu verbrennen, von Büchern, extravaganter Kleidung, Spielkarten, Musikinstrumenten, Schminke und Spiegeln bis hin zu Gemälden, Wandteppichen und Skulpturen.
Als er gegen die Laster und den Geiz der herrschenden Medici-Familie wetterte, trug er maßgeblich zu deren Entmachtung bei - und wurde für kurze Zeit zum puritanischen Führer der Stadt. Nachdem er sich der Korruption innerhalb der katholischen Kirche zugewandt hatte, wurde er zunächst exkommuniziert und dann durch eine Kombination aus Erhängen und Verbrennen auf dem Scheiterhaufen hingerichtet.
Wie schon in Rizzio - ihrem letzten Roman bei Pegasus Crime - verleiht Denise Mina dieser faszinierenden historischen Geschichte einen modernen Anstrich, indem sie Parallelen zwischen der fiebrigen Atmosphäre des mittelalterlichen Florenz und den Kulturkriegen der Gegenwart zieht. Indem sie das Leben und die letzten Tage Savonarolas dramatisiert, erforscht sie den Untergang des ursprünglichen Architekten der Stempelkultur und erkundet dabei die nie endenden Spannungen zwischen Reichtum, Ungleichheit und Redefreiheit, die unsere moderne Welt so sehr beherrschen.