Bewertung:

Die Kritiken zu „A Presumption of Death“ von Jill Paton Walsh zeigen ein gemischtes Echo. Viele Fans von Dorothy Sayers schätzen die Bemühungen, die Lord Peter Wimsey- und Harriet Vane-Saga fortzusetzen und würdigen die fesselnde Erzählweise und den historischen Kontext des Zweiten Weltkriegs. Einige Kritiker sind jedoch der Meinung, dass die Figur des Lord Peter Wimsey zu kurz kommt und dass das Buch nicht den Charme und die Tiefe von Sayers' Originalwerken besitzt.
Vorteile:⬤ Fesselnde Geschichte mit komplexen Handlungselementen.
⬤ Behält erkennbare Charaktere und Schauplätze bei, was Fans von Sayers anspricht.
⬤ Historischer Hintergrund über das Leben in der Kriegszeit bereichert die Erzählung.
⬤ Gut geschriebene und intelligente Prosa.
⬤ Fängt die Familiendynamik und die Entwicklung der Charaktere gut ein.
⬤ Lord Peter ist weitgehend abwesend, was manche Leser frustriert.
⬤ Es fehlt der für Sayers' Schreiben charakteristische Humor und die Launenhaftigkeit.
⬤ Kritiken zu Charakterisierungen, die flach wirken oder nicht mit ihrer ursprünglichen Darstellung übereinstimmen.
⬤ Einige fanden, dass es Sayers' einzigartige Stimme und ihren Stil nicht einfangen kann.
(basierend auf 289 Leserbewertungen)
A Presumption of Death
Sechzig Jahre nachdem Dorothy L. Sayers ihren unvollendeten Lord Peter Wimsey-Roman Thrones Dominations begonnen hatte, nahm die Booker Prize-Finalistin Jill Paton Walsh die Herausforderung an, das Manuskript zu vollenden - mit außerordentlichem Erfolg. Der Übergang ist nahtlos, so der San Francisco Chronicle; man kann nicht sagen, wo Sayers aufhört und Walsh beginnt.
Wird Paton Walsh es noch einmal schaffen? fragte sich Ruth Rendell in der Londoner Sunday Times. Wir müssen es hoffen.
Jill Paton Walsh erfüllt diese Hoffnung in A Presumption of Death. Obwohl Sayers nie einen weiteren Wimsey-Roman begonnen hat, hat sie Hinweise hinterlassen. In Anlehnung an die Wimsey Papers, in denen Sayers zeigte, wie verschiedene Mitglieder der Familie mit den Kriegsbedingungen zurechtkommen, hat Walsh eine unwiderstehliche Geschichte entwickelt, die 1940, zu Beginn des Blitzkriegs in London, spielt.
Lord Peter ist in geheimer Mission für das Außenministerium unterwegs, während Harriet Vane, jetzt Lady Peter Wimsey, ihre Kinder auf dem Land in Sicherheit gebracht hat. Aber der Krieg ist ihnen dorthin gefolgt - glamouröse RAF-Piloten und noch glamourösere Landmädchen schockieren die Dorfbewohner, und die Verdunkelung macht die nächtlichen Gassen so unheimlich wie die Hinterhöfe von London. Das tägliche Leben erinnert sie so ständig an den Krieg, dass es fast ein Schock ist, als die erste Luftschutzübung des Dorfes mit einer echten Leiche am Boden endet, als der Arzt erklärt, dass es sich nicht um feindliche Handlungen, sondern um einfachen, altmodischen Mord handelt. Oder war es doch einer?
Auf Bitten der überforderten örtlichen Polizei erklärt sich Harriet widerwillig bereit, den Fall zu untersuchen. Das Rätsel, das sich daraus ergibt, ist genauso wortgewandt, raffiniert und fesselnd wie die besten Lord Peter Wimsey-Romane im Original.