Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 2 Stimmen.
Energy without Conscience: Oil, Climate Change, and Complicity
In Energie ohne Gewissen geht David McDermott Hughes der Frage nach, warum der Klimawandel noch immer nicht als moralisches Problem angesehen wird.
Er untersucht die Kräfte, die die Nutzung fossiler Brennstoffe zur Normalität machen und damit einer ethischen Bewertung entziehen. Hughes konzentriert seine Analyse auf Trinidad und Tobago, den ältesten Erdölstaat der Welt, in dem 1866 die erste kontinuierlich produzierende Ölquelle gebohrt wurde.
Indem er historische Recherchen mit Interviews mit trinidadischen Erdölwissenschaftlern, politischen Entscheidungsträgern, Technikern und Managern verbindet, zieht er Parallelen zwischen der Energiewirtschaft Trinidads aus dem 18. und 19. Hughes zeigt, wie beide Formen der Energiegewinnung auf einer Komplizenschaft beruhen, die Produzenten und Verbraucher davon entbindet, die unmoralische Natur beider Formen anzuerkennen.
Er argumentiert leidenschaftlich, dass die Förderung von Erdöl ebenso wie die Sklaverei eine moralische Entscheidung ist und dass Erdöl dann am gefährlichsten ist, wenn es als gewöhnlicher Teil des Alltags akzeptiert wird. Nur wenn wir die Argumente zurückweisen, dass Öl wirtschaftlich, politisch und technologisch notwendig ist, und wenn wir unsere Mitschuld an einem unmoralischen System anerkennen, können wir den Schaden, der unserem Planeten zugefügt wird, aufhalten.