Bewertung:

In „Wem gehört der Wind?“ untersucht David McDermott Hughes die Dynamik der Windenergie und die wirtschaftliche Ungerechtigkeit in dem andalusischen Dorf Sereno, das von Turbinen umgeben ist. Mit einer Mischung aus Anthropologie und Umweltschutz beschreibt er die krassen sozialen Gegensätze zwischen wohlhabenden Landbesitzern und einkommensschwachen Dorfbewohnern. Während einige Rezensenten sein tiefes Eintauchen in das Thema und seine überzeugenden Argumente für die Windenergie schätzen, kritisieren andere, dass es dem Buch an Tiefe fehlt und es einem Reisetagebuch ähnelt.
Vorteile:Das Buch bietet einen reichhaltigen, nuancierten Blick auf sozioökonomische Fragen in Andalusien, geschrieben mit Einfühlungsvermögen und einem starken Erzählstil. Hughes veranschaulicht wirkungsvoll die Komplexität des lokalen Widerstands gegen die Windenergie und plädiert für ein Modell des gemeinsamen Nutzens, das die Interessen der Einheimischen in Einklang bringen könnte.
Nachteile:Einige Leser halten das Buch für oberflächlich und bezeichnen es eher als Reisetagebuch denn als gründliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Man hat den Eindruck, dass es dem Buch an Tiefe und gründlicher Analyse der Kernfragen mangelt.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Who Owns the Wind?: Climate Crisis and the Hope of Renewable Energy
Warum der Wind und die von ihm erzeugte Energie kein Privateigentum sein sollten
Die Energiewende hat begonnen. Um erfolgreich zu sein - fossile Brennstoffe durch Wind- und Sonnenenergie zu ersetzen - muss dieser Prozess fair sein. Andernfalls wird der wachsende Protest der Bevölkerung gegen Windparks die Kohlenstoffverschmutzung verlängern und die Klimakrise vertiefen.
David Hughes untersucht diesen antiindustriellen, konzernfeindlichen Widerstand und gewinnt Erkenntnisse aus einem spanischen Dorf, das von Turbinen umgeben ist. Im Leben dieser Nachbarn, das von jahrhundertelanger Ausbeutung geprägt ist, passen saubere Energie und soziale Gerechtigkeit nur schwerlich zusammen. Vorschläge für eine grüne Wirtschaft, den Green New Deal oder den Green Deal für Europa erfordern mehr Aufwand. Wir müssen Ästhetik, Lebensunterhalt, Eigentum und vor allem den privaten Charakter von Windressourcen neu überdenken. Letztendlich wird die Energiewende öffentlich und gerecht sein, oder sie wird gar nicht stattfinden.