Bewertung:

Das Buch „Eva Peron: The Myths of a Woman“ von Julie M. Taylor bietet eher eine anthropologische Studie der Mythen um Eva Peron als eine traditionelle Biografie. Es untersucht die komplexen und widersprüchlichen Wahrnehmungen von Eva und analysiert, wie ihr Hintergrund, ihr Verhalten und ihr Geschlecht ihre Darstellung in der Gesellschaft beeinflusst haben. Die Autorin bietet eine gründliche Untersuchung sowohl der Verehrung als auch der Feindseligkeit, die Eva hervorrief, und beleuchtet die Gründe für diese dauerhaften Mythen.
Vorteile:Gut recherchiert und aufschlussreich, bietet es eine einzigartige Perspektive auf Eva Peron. Taucht tief in die gesellschaftlichen Mythen und Widersprüche ein, die sie umgeben. Bietet ein breiteres Verständnis der argentinischen Geschichte und Kultur. Gut geeignet für alle, die sich für Anthropologie und Sozialkunde interessieren; zeigt die wahre Frau hinter dem Mythos.
Nachteile:Keine geradlinige Biografie, die Leser, die eine traditionelle Erzählung erwarten, enttäuschen könnte. Der Detailreichtum und die akademische Herangehensweise könnten für Gelegenheitsleser überwältigend sein. Einige Überschneidungen mit Fehlinformationen in der Geschichte könnten das Verständnis für diejenigen erschweren, die mit dem Thema nicht vertraut sind.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Eva Pern: The Myths of a Woman
Eva Per n, die zum Zeitpunkt ihres Todes 1952 eine der mächtigsten Frauen der Welt war, stieg von bescheidenen Verhältnissen zu internationalem Ruhm als First Lady von Argentinien auf und war die treibende Kraft hinter dem Thron ihres Mannes Juan Per n. Trotz ihrer immensen Popularität war sie für die Menschen in Argentinien unzugänglich, und so wurden Bilder um sie herum konstruiert, um diese Lücke zu füllen. Julie M. Taylor zufolge spiegeln diese „Mythen“ um Eva Per n die argentinische Kultur und politische Geschichte zur Zeit ihrer siebenjährigen Herrschaft wider. Vor dem Hintergrund einer kurzen Biografie von Eva Per n bietet Taylor eine detaillierte Analyse der wichtigsten Mythen, die um diese rätselhafte Frau entstanden sind.
„Taylor zeigt, dass sie von verschiedenen Klassen und politischen Gruppierungen als Heilige, Revolutionärin oder Hure angesehen wird, je nachdem, ob sie als Verkörperung oder als Verstoß gegen das argentinische Frauenideal interpretiert wird“ - Booklist.
„Äußerst lobenswert... sie verzichtet bewusst auf die Sensationslust, die frühere Biographien kennzeichnete).... Taylor konzentriert sich stattdessen auf die Mythen, die sich seit ihrem Tod gehalten haben.... Dieses Buch geht über eine Biografie hinaus."- Gentlemen's Quarterly.
“ Eine) prägnante und brillante Untersuchung der Legenden, die in Argentinien zu Lebzeiten ... einer Frau entstanden, die mit der argentinischen Tradition brach und zu einer eigenständigen politischen Figur wurde."- New Yorker.