Bewertung:

Die Rezensionen zeigen ein breites Spektrum an Meinungen über das Buch, wobei einige Leser den persönlichen und poetischen Charakter des Buches schätzen, während andere es als oberflächlich und wenig informativ über den Tango kritisieren. Der Schreibstil wurde unterschiedlich bewertet, einige fanden ihn schön, andere bezeichneten ihn als verworren.
Vorteile:⬤ Fesselndes und persönliches Erzählen
⬤ schön geschrieben mit poetischer Sprache
⬤ fängt die Essenz des Tangos und der argentinischen Kultur ein
⬤ schwingt bei einigen Lesern auf einer tiefen emotionalen Ebene mit.
⬤ Als oberflächlich und wenig tiefgründig in Bezug auf den Tango empfunden
⬤ verworrener Schreibstil, dem man nur schwer folgen kann
⬤ einige Leser fanden es uninformativ in Bezug auf Tango-Techniken
⬤ Kritikpunkte bezogen sich auf die persönliche Perspektive des Autors, die die breitere Tango-Erzählung überschattet.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
Paper Tangos
Tango. Er ist ein multidimensionaler Ausdruck der argentinischen Identität, der das Gefühl der Orientierungslosigkeit, des Verlusts und des Schreckens in diesem Land zum Ausdruck bringt. Dennoch zieht der Tango Tänzer und Publikum auf der ganzen Welt in seinen Bann. In Paper Tangos untersucht Julie Taylor - eine klassisch ausgebildete Tänzerin und Anthropologin - die Poetik des Tangos und beschreibt gleichzeitig ihre eigene Suche nach diesem dramatischsten aller Paartänze.
Taylor, die in den Vereinigten Staaten geboren wurde, hat einen Großteil ihres Erwachsenenlebens in Lateinamerika verbracht. Sie hat Jahre damit verbracht, den Tango in Buenos Aires zu studieren und während und nach dem Terror der Militärdiktaturen zu tanzen. Dieses Buch ist gleichzeitig ein Bericht über ein Leben, das die Grenzen zweier unterschiedlicher und komplexer Kulturen überschreitet, und eine Erkundung der widersprüchlichen Bedeutungen des Tangos für Frauen, die die Poesie seiner Bewegungen lieben, sich aber mit den Rollen, die er den männlichen und weiblichen Tänzern zuweist, unwohl fühlen. Indem sie Parallelen zwischen den Gewalttaten der argentinischen Junta, dem dem Tangotanz innewohnenden Spiel mit der Macht und ihren eigenen Erfahrungen mit Gewalt innerhalb und außerhalb der faszinierenden Tangokultur zieht, schafft Taylor den Spagat zwischen fesselnden Memoiren und aufschlussreicher Kulturkritik. Vor dem Hintergrund der kreativen Entstehung des Tangos und seiner zeitgenössischen Darbietungen führt uns dieses Buch direkt in die Tango-Subkultur und zeigt uns, wie persönliche, politische und historische Gewalt in unserem Leben wirkt.
Das experimentelle Design des Buches umfasst Fotos auf jeder Seite, die eine Daumenkino-Sequenz eines Tangos bilden. Paper Tangos ist nicht nur ein Buch für Tangotänzer und -fans, sondern auch für Studierende der Lateinamerikastudien, der Kulturwissenschaften, der Anthropologie, der feministischen Studien, der Tanzwissenschaft und der kritischen Erinnerungskunst.