Bewertung:

Das Buch stellt eine gründliche Untersuchung der visuellen Anthropologie und des ethnografischen Films dar. Es wird für seine theoretische Tiefe gelobt, aber wegen seiner Komplexität und seines zweideutigen Schreibstils kritisiert. Die Leser finden es wertvoll für die akademische Forschung, auch wenn manche meinen, es sei verworren und schwierig zu verstehen.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben und informativ
⬤ bietet einen großartigen theoretischen Blick auf die visuelle Anthropologie und die gefilmte Ethnographie
⬤ eine wichtige Ergänzung zu den Filmstudien
⬤ präsentiert ein brillantes Argument bezüglich der Darstellung in ethnographischen Filmen
⬤ bietet eine faszinierende Erkundung der Beziehung zwischen Mensch und Realität.
⬤ Komplexe und blumige Sprache kann es schwierig machen, dem Text zu folgen
⬤ manche finden die Argumente verworren und unklar
⬤ wird von manchen als prätentiös oder übermäßig theoretisch empfunden
⬤ ist möglicherweise nicht für Gelegenheitsleser geeignet.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Experimental Ethnography: The Work of Film in the Age of Video
Der Experimentalfilm und der ethnografische Film galten lange Zeit als getrennte, autonome Praktiken am Rande des Mainstream-Kinos. Indem sie die Wechselwirkung zwischen den beiden Formen untersucht, wirft Catherine Russell ein neues Licht auf die Avantgarde und die visuelle Anthropologie.
Russell liefert detaillierte Analysen von mehr als fünfunddreißig Filmen und Videos von den 1890er bis zu den 1990er Jahren und erörtert ein breites Spektrum von Film- und Videomachern, darunter Georges M li s, Maya Deren, Peter Kubelka, Ray Birdwhistell, Jean Rouch, Su Friedrich, Bill Viola, Kidlat Tahimik, Margaret Mead, Tracey Moffatt und Chantal Akerman. Russell argumentiert, dass Video es uns ermöglicht, den Film anders zu sehen - nicht als eine verschwindende Kultur, sondern als Körper, die in die Technologie eingeschrieben sind. Indem sie Kulturkritik mit ästhetischer Analyse verbindet, erforscht sie die Dynamik historischer Unterbrechung, Wiederherstellung und Neubewertung. In dem Maße, in dem sich disziplinäre Grenzen auflösen, so Russell, ist die Ethnografie ein Mittel zur Erneuerung des Avantgardismus des "experimentellen" Films und zur Mobilisierung seines Spiels mit Sprache und Form für historische Zwecke. "Ethnografie" wird ebenfalls zu einem weit gefassten Begriff, in dem Kultur aus vielen verschiedenen und fragmentierten Perspektiven dargestellt wird.
Originell sowohl in der Wahl des Themas als auch in den theoretischen und methodologischen Ansätzen.
Experimental Ethnography ist sowohl für visuelle Anthropologen als auch für Filmwissenschaftler interessant, die sich für experimentelle und dokumentarische Praktiken interessieren.