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Gardening as a Sacred Art: Towards the Redemption of Our Relationship with Nature
"Es ist sicherlich eine Spannung, die sich durch die Geschichte der Gartenarbeit zieht. Die Spannung besteht zwischen dem Ausmaß, in dem wir das Gefühl haben, dass der Garten der Natur gehört, und dem Ausmaß, in dem wir das Gefühl haben, dass er uns gehört und ein Ausdruck unseres eigenen kreativen Genies (oder des Mangels daran) ist. Gerade weil ein Garten in einer Polarität existiert, die auf der einen Seite die Natur und auf der anderen Seite das menschliche Ego hat, tendierte die Haltung der Gärtner gegenüber ihren Gärten historisch gesehen entweder zu einer laissez faire-Verwaltung oder (wenn man es auf die Spitze treibt) zur Ausübung der totalen Herrschaft.".
Dieses wunderschön illustrierte Buch präsentiert eine Geschichte unserer Beziehung zur Natur, beginnend mit den Zivilisationen des alten Ägyptens und Mesopotamiens - als Gärten als "Wohnstätte der Götter" dienten. Der Autor verfolgt diese Geschichte durch die nachfolgenden Epochen und zeigt, wie das menschliche Bewusstsein für die göttliche Präsenz in der Natur allmählich in den Hintergrund geriet. Da die Natur in erster Linie als physische Ressource betrachtet wurde, die von uns kontrolliert und ausgebeutet werden sollte, spiegelte sich dies in den geordneten, rationalen Designs wider, die Gärten wie Versailles auferlegt wurden.
Heute wird die Gartenarbeit weniger als Instrument der Kontrolle und mehr als eigenständige Kunst angesehen, die die der Natur innewohnende Schönheit zur Geltung bringt. Jeremy Naydler vertritt die Ansicht, dass die Zukunft der Gartenarbeit darin liegt, dass sie nicht nur als Kunst, sondern vielmehr als heilige Kunst betrachtet wird, die wieder die spirituelle Dimension der Natur ehrt und mit ihr arbeitet.
"Viele Menschen haben das Gefühl, dass der Besitz eines Gartens ihnen nicht nur die Möglichkeit, sondern auch das Recht gibt, dem kleinen Stückchen Natur, für das sie verantwortlich sind, ihre eigenen Entwürfe aufzudrücken. Diese Entwürfe bringen ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche oder die ihrer Familie zum Ausdruck, und damit ist für sie der Hauptzweck des Gartens erfüllt. Für andere hingegen ist der Garten eine Gelegenheit, sich auf die Natur einzustellen und sich in Sachen Gartenpflege und Ästhetik von ihr leiten zu lassen. Wenn wir so denken, dann geht es nicht einfach darum, der Natur unsere eigenen Entwürfe aufzuzwingen, sondern vielmehr darum, mit dem Geist des Ortes zu arbeiten, um ihn durch die Entscheidungen, die wir treffen, besser zum Ausdruck zu bringen.".
Gardening as a Sacred Art ist durchgehend in Farbe illustriert.