Bewertung:

In den Rezensionen wird das Buch für seine gründliche und zugängliche Kritik am US-Justizsystem gelobt, wobei die gut recherchierten Argumente und die klare Sprache hervorgehoben werden. Es stellt gängige Annahmen in Frage und fördert eine ausgewogene Sichtweise durch die Berücksichtigung von Gegenargumenten. Viele Rezensenten empfehlen das Buch für Juristen und alle, die sich für eine Justizreform interessieren.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und leicht zu lesen
⬤ bietet eine ausgewogene Behandlung des Themas
⬤ präsentiert klare Argumente und Gegenargumente
⬤ integriert effektiv Sozialwissenschaft mit Philosophie
⬤ sehr empfehlenswert für Juristen und allgemeine Leser gleichermaßen.
Einige Rezensenten werden vielleicht keine nennenswerten Nachteile finden; es könnte jedoch argumentiert werden, dass die Kritik am Justizsystem für einige Leser zu hart sein könnte.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Justice Before the Law
Das amerikanische Rechtssystem birgt schwerwiegende, weit verbreitete Ungerechtigkeiten. Viele Angeklagte werden für gewaltlose Straftaten ins Gefängnis gesteckt, darunter viele Verbrechen ohne Opfer. Die Verurteilten verbüßen oft drakonische Strafen in überfüllten Gefängnissen, in denen es zu Misshandlungen kommt. Fast alle Angeklagten werden ohne Prozess verurteilt, weil die Staatsanwälte den Angeklagten mit drastisch höheren Strafen drohen, wenn sie einen Prozess beantragen. Die meisten Amerikaner fürchten sich vor jeder Art von juristischem Ärger, da sie wissen, dass sowohl Zivil- als auch Strafgerichte extrem langsam, unzuverlässig und teuer sind. Dieses Buch untersucht die größten Ungerechtigkeiten im Rechtssystem und was dagegen getan werden kann. Der Autor schlägt nicht nur institutionelle Reformen vor, sondern argumentiert auch, dass Staatsanwälte, Richter, Anwälte und Geschworene die Gerechtigkeit über das Gesetz stellen sollten - zum Beispiel, indem sie sich weigern, ungerechte Gesetze durchzusetzen oder ungerechte Strafen zu verhängen. Zu den behandelten Themen gehören:
- Die philosophische Grundlage für Urteile über Rechte und Gerechtigkeit.
- Die Probleme der Überkriminalisierung und der Masseninhaftierung.
- Machtmissbrauch durch Polizei und Staatsanwaltschaft.
- Die Ungerechtigkeit des Verhandelns von Strafmündigkeit.
- Die Angemessenheit der Nichtigkeitserklärung durch Geschworene.
- Die Autorität des Gesetzes, oder das Fehlen derselben.
Gerechtigkeit vor dem Gesetz ist eine unverzichtbare Lektüre für alle, die sich für Rechtsethik, Rechtsstaatlichkeit und Strafjustiz interessieren. Es ist auch ideal für Studenten der Rechtsphilosophie.