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History and Future: Using Historical Thinking to Imagine the Future
Die vielleicht wichtigste histiografische Innovation des 20. Jahrhunderts war die Anwendung der historischen Methode auf breitere und umfassendere Bereiche der Vergangenheit.
Während Historiker früher das Studium der Geschichte strikt auf die Politik und die Handlungen und Entscheidungen großer Männer begrenzten, erforschen Historiker heute mit großer Wahrscheinlichkeit einen viel breiteren Bereich der Vergangenheit, vom Leben der Familien und Bauern bis hin zu abstrakteren Bereichen wie der Geschichte der Mentalitäten und Emotionen. Historiker haben ihre Methode auf eine größere Vielfalt von Themen angewandt; unabhängig vom Thema stellen Historiker Fragen, suchen nach Beweisen, ziehen Schlüsse aus diesen Beweisen, erstellen Darstellungen und unterziehen diese Darstellungen der Prüfung durch andere Historiker. Dieses Buch trennt die historische Methode von der Vergangenheit, indem es diese Methode auf einen Bereich außerhalb der Vergangenheit anwendet.
Das Ziel dieses Buches ist es, die Geschichte als Methode auf das Studium der Zukunft anzuwenden, ein Themenbereich, den die meisten Historiker traditionell und mit Nachdruck vermieden haben. Historiker haben traditionell die Idee abgelehnt, dass wir das Studium der Geschichte nutzen können, um über die Zukunft nachzudenken.
In diesem Buch wird diese lang gehegte Überzeugung überprüft und argumentiert, dass die historische Methode ein ausgezeichneter Weg ist, um über die Zukunft nachzudenken und sie darzustellen. Gleichzeitig wird in dem Buch betont, dass Futuristen die Zukunft nicht wie ein Wissenschaftler betrachten sollten - mit dem Ziel von Vorhersagen und Gewissheiten -, sondern dass sie die Zukunft auf die gleiche Weise betrachten sollten wie ein Historiker die Vergangenheit.