Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende historische Erforschung der Gicht, ihrer sozialen Auswirkungen und ihrer Behandlung. Es wird jedoch kritisiert, dass es unorganisiert ist und moderne medizinische Erkenntnisse vermissen lässt.
Vorteile:Bietet eine interessante historische Perspektive auf die Gicht, eine gründliche Recherche mit umfangreichen Referenzen und Illustrationen, einen fesselnden Schreibstil von Roy Porter und stellt einen sozialen Kontext für die Krankheit dar.
Nachteile:Es fehlt eine klare, moderne medizinische Interpretation der Gicht, die Struktur ist unübersichtlich und die Abschnitte überschneiden sich, die Sprache kann pedantisch und undeutlich sein, und einige wichtige Themen werden nur kurz und unzureichend erwähnt.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Gout: The Partrician Malady
Die Gicht hat seit der griechischen Antike medizinische Autoren und Kulturkommentatoren fasziniert.
Historisch gesehen ist sie eine Krankheit, die Männer der Oberschicht mit überragendem Verstand, Genie und Kreativität befällt. Zu ihren Leidtragenden gehörten Erasmus, die Medici, Edward Gibbon, Samuel Johnson, Immanuel Kant und Robert Browning.
Die Gicht war auch Gegenstand einer mächtigen medizinischen Folklore, da sie als eine Krankheit angesehen wurde, die die Betroffenen schützt und ihnen ein langes Leben sichert. Dieses erstaunlich aufschlussreiche und lesenswerte Buch untersucht die Geschichte der Gicht und bietet dadurch eine neue Perspektive auf die Medizin- und Sozialgeschichte, auf Geschlecht, Vorurteile und Klasse und erklärt, warum Gicht geschlechtsspezifisch war.