Bewertung:

Reynolds Price' Memoiren „Ardent Spirits“ (Glühende Geister) erzählen von seinem Leben in den Jahren 1955 bis 1961 in Oxford, voller persönlicher Einsichten, bemerkenswerter Begegnungen und Überlegungen zu Identität und Glück. Das Buch zeigt eine Dualität von freudigen und einsamen Erfahrungen, während er seine Rolle als schwuler Mann in einer weniger akzeptierenden Zeit meistert.
Vorteile:Der Schreibstil wird als wunderschön und fesselnd beschrieben und lässt den Leser in Price' Erfahrungen eintauchen. Die Memoiren bieten eine lebendige Darstellung sowohl bemerkenswerter literarischer Figuren als auch des Alltagslebens während der Zeit des Autors in Oxford. Viele Leser finden sie bewegend, nachvollziehbar und eine wichtige Reflexion über persönliche und kulturelle Themen.
Nachteile:Einige Leser vermissen in den Memoiren eine tiefgehende Selbstanalyse und halten sie bisweilen für langweilig oder unbeholfen. Es gibt Kritik an ungelösten persönlichen Problemen im Zusammenhang mit Price' Sexualität, die auf eine Tendenz zur Entschuldigung statt zum geradlinigen Erzählen schließen lassen. Die Konzentration der Memoiren auf berühmte Begegnungen könnte eine tiefere emotionale Erkundung überschatten.
(basierend auf 12 Leserbewertungen)
Ardent Spirits: Leaving Home, Coming Back
Der preisgekrönte Romanautor Reynolds Price legt mit seinen Memoiren "das Beste aus seiner erfolgreichen Reihe" (Dwight Garner, The New York Times) vor - ein lebendiges Porträt seines Lebens Mitte der 1950er Jahre bis zur Veröffentlichung seines brillanten ersten Romans A Long and Happy Life -, das jetzt als Taschenbuch erhältlich ist.
Nach zwei früheren autobiografischen Werken - Clear Pictures und A Whole New Life - legt der gefeierte Schriftsteller Reynolds Price einen umfassenden Bericht über sein Leben von Mitte der 1950er Jahre bis zur Veröffentlichung seines ersten Romans im Jahr 1962 vor.
Die Universität Oxford und Großbritannien - das sich gerade erst von den schweren Strapazen des Zweiten Weltkriegs erholt hatte - waren für Price Orte enormer Vitalität, sowohl akademisch als auch persönlich. Von der Begegnung mit J. R. R. Tolkien auf der Straße in Oxford bis hin zu intimen Abendessen mit W. H. Auden und Stephen Spender wurde der junge Price in die Gesellschaft der angesehensten intellektuellen und künstlerischen Kreise aufgenommen. Völlig verwurzelt in der Kultur seiner Zeit, macht Price unermüdlich die Verbindungen zwischen seinen Erfahrungen und der großen Tradition der Weltliteratur deutlich.
In klarer und oft witziger Prosa bietet Price vollen Zugang zu sechs Jahren im frühen Erwachsenenalter eines reichen Lebens - "eine Galerie von Porträts und sexuellen Entdeckungen" (The Weekly Standard) und Teil des großen Zuges menschlicher Errungenschaften, an die Price so leidenschaftlich glaubte.