Bewertung:

Aus den Rezensionen geht hervor, dass „Die Zungen der Engel“ von Reynolds Price ein zutiefst emotionaler und wunderschön geschriebener Roman ist, der die Themen Trauer, Heilung und die Komplexität von Beziehungen vor dem Hintergrund eines Sommercamps erforscht. Während einige Leserinnen und Leser den Stil des Bewusstseinsstroms und die Tiefe des Ausdrucks fesselnd fanden, merkten andere an, dass die Figur des Rafe zu sehr idealisiert wirkte und dass die Selbstversunkenheit des Erzählers von der Geschichte ablenkte. Insgesamt findet das Buch bei vielen Lesern Anklang, aber der Prosastil und die Entwicklung der Charaktere wurden unterschiedlich bewertet.
Vorteile:⬤ Wunderschön geschrieben mit poetischer Prosa.
⬤ Tief emotional und mit komplexen Themen wie Trauer und Heilung befasst.
⬤ Fesselnde Geschichte, die eine kathartische Erfahrung für die Figuren darstellt.
⬤ Der Schauplatz eines Sommercamps, der viele Leser anspricht.
⬤ Der Schreibstil kann für manche Leser mühsam und übermäßig wortreich sein.
⬤ Die Charaktere, insbesondere Rafe, können übermäßig idealisiert wirken, was ihren Realismus beeinträchtigen kann.
⬤ Der Protagonist Boatner wird manchmal als selbstgefällig und egozentrisch wahrgenommen, was die Empathie des Lesers mindern kann.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
Tongues of Angels
Ich bin ein so friedlicher Mensch, wie man ihn in Amerika nur noch selten antrifft, aber hier geht es um einen Tod, den ich möglicherweise verursacht habe. Nicht langsam im Laufe der Zeit durch Missbrauch oder Gemeinheit, sondern an einem bestimmten Tag und durch Unwissenheit, durch schlichte Unaufmerksamkeit.
Obwohl es vor vierunddreißig Jahren geschah, und obwohl ich nicht sagen kann, dass es mich in letzter Zeit so viele Nächte lang verfolgt hat, vermute ich, dass ich es jetzt für Sie herausziehen kann, so klar wie heute Mittag. Ich muss es vielleicht versuchen."
The Tongues of Angels spielt in einem Sommercamp in den Blue Ridge Mountains in den trügerisch ruhigen 1950er Jahren und erzählt die Geschichte eines einundzwanzigjährigen Zeichenlehrers, eines hochbegabten Jungen und ihrer Annäherung an ein erschreckendes Schicksal. Als der inzwischen ältere Mann auf diesen Sommer zurückblickt, reflektiert er die Bedeutungen, die er an der Schwelle zum Mannsein gelernt zu haben glaubte, aus der Perspektive der vollen Reife.