Bewertung:

Das Buch „Gott und die Torheit des Glaubens“ von Vic Stenger ist eine starke Kritik an der Religion und spricht sich für die Überlegenheit der Wissenschaft beim Verständnis des Universums aus. Stenger zeigt effektiv die historischen Konflikte zwischen Wissenschaft und Religion auf und liefert eine gründliche Analyse, warum sie grundsätzlich unvereinbar sind. Während einige Leser die Klarheit und die rigorosen Argumente zu schätzen wissen, empfinden andere den Inhalt als Herausforderung, insbesondere diejenigen, die keinen wissenschaftlichen Hintergrund haben. Insgesamt ist das Buch eine wertvolle Lektüre für alle, die sich für den Diskurs zwischen Wissenschaft und Glaube interessieren, auch wenn es in seiner Tiefe vielleicht nicht jeden anspricht.
Vorteile:⬤ Umfassende Ablehnung religiöser Behauptungen, die durch wissenschaftliche Beweise gestützt werden.
⬤ Klarer und deutlicher Schreibstil, der komplexe Themen zugänglich macht.
⬤ Ausführliche Dokumentation und Bibliographie zur Unterstützung der Behauptungen.
⬤ Aufschlussreiche Analyse des historischen Kontextes von Wissenschaft und Religion.
⬤ Ermutigt zu kritischem Denken und stellt Indoktrination in Frage.
⬤ Manche Leser finden das Buch aufgrund des wissenschaftlichen Jargons dicht und schwer verdaulich.
⬤ Es bietet möglicherweise keine neuen Erkenntnisse für diejenigen, die bereits mit Stengers früheren Werken vertraut sind.
⬤ Die starke Voreingenommenheit des Autors gegenüber der Religion kann die Objektivität der Argumente beeinträchtigen.
⬤ Es kann Leser mit religiösen Überzeugungen abschrecken, da es nicht darauf abzielt, sie zu überzeugen, sondern eher atheistische Sichtweisen zu verstärken.
(basierend auf 91 Leserbewertungen)
God and the Folly of Faith: The Incompatibility of Science and Religion
Eine gründliche und scharfe Kritik, die jeder lesen sollte, der sich für die Interaktion zwischen Religion und Wissenschaft interessiert. Unter Soziologen, Historikern und einigen theistischen Wissenschaftlern hat sich die Ansicht durchgesetzt, dass Religion und Wissenschaft nie in einem ernsthaften Konflikt gestanden haben.
Manche behaupten sogar, das Christentum sei für die Entwicklung der Wissenschaft verantwortlich. In einem umfassenden historischen Überblick, der mit der antiken griechischen Wissenschaft beginnt und über die Renaissance und die Aufklärung bis hin zu den heutigen Fortschritten in der Physik und Kosmologie reicht, legt Stenger überzeugend dar, dass diese Schlussfolgerung nicht nur falsch ist, sondern dass das Christentum den Fortschritt der Wissenschaft tatsächlich eintausend Jahre lang aufgehalten hat. Es ist bezeichnend, so Stenger, dass die wissenschaftliche Revolution des 17.
Jahrhunderts erst stattfand, nachdem die Aufstände gegen die etablierten kirchlichen Autoritäten in der Renaissance und der Reformation neue Wege des Denkens eröffnet hatten. Der Autor führt weiter aus, wie Religion und Wissenschaft in mehreren Bereichen grundsätzlich unvereinbar sind: der Ursprung des Universums und seiner physikalischen Parameter, der Ursprung der Komplexität, Holismus versus Reduktionismus, die Natur des Geistes und des Bewusstseins und die Quelle der Moral.
Am meisten beunruhigt Stenger schließlich der negative Einfluss, den die organisierte Religion oft auf Politik und Gesellschaft ausübt. Er weist auf die in der Volksreligion verankerte wissenschaftsfeindliche Haltung hin, die dazu benutzt wird, wissenschaftliche Ergebnisse zu Themen von globaler Bedeutung wie Überbevölkerung und Umweltzerstörung zu unterdrücken.
Wenn Religion Respektlosigkeit gegenüber der Wissenschaft fördert, bedroht sie die Generationen der Menschheit, die auf die unsere folgen werden.