Bewertung:

Victor Stengers „Hat die Wissenschaft Gott gefunden?“ ist eine kritische Untersuchung der Beziehung zwischen Wissenschaft und Religion und plädiert für ein rein wissenschaftliches Verständnis des Universums. Während es gut recherchierte Argumente gegen die Existenz Gottes auf der Grundlage wissenschaftlicher Prinzipien präsentiert, sind einige Rezensenten der Meinung, dass es ihm an erzählerischer Stärke mangelt und gelegentlich zu kämpferisch wird.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben und zugänglich und macht komplexe wissenschaftliche Konzepte auch für Laien verständlich. Es entlarvt effektiv verschiedene religiöse Behauptungen, indem es wissenschaftliche Beweise nutzt, und bietet eine starke Kritik an übernatürlichen Erklärungen. Die Rezensenten schätzten Stengers logische Argumente und seine Fähigkeit, theistische Positionen zu widerlegen. Viele fanden das Buch anregend, erhellend und geeignet, dogmatische Überzeugungen in Frage zu stellen.
Nachteile:Einige Leser merkten an, dass die Gliederung des Buches zerstreut ist und sich wiederholen kann, insbesondere im Vergleich zu Stengers anderen Werken. Es gab Kritik am Erzählstil des Buches, den einige als zu akademisch und wenig engagiert empfanden. Darüber hinaus hoben einige Rezensenten hervor, dass das Buch die „harten Probleme“ der Wissenschaft nicht angemessen behandelt und sich stattdessen auf einfachere Widerlegungen theistischer Argumente konzentriert.
(basierend auf 26 Leserbewertungen)
Has Science Found God?: The Latest Results in the Search for Purpose in the Universe
In den letzten Jahren haben eine Reihe von Wissenschaftlern behauptet, dass es glaubwürdige wissenschaftliche Beweise für die Existenz Gottes gibt. Im Jahr 1998 ging Newsweek so weit, auf der Titelseite zu verkünden: „Die Wissenschaft findet Gott“. Ist das wahr? Sind die Wissenschaftler kurz davor, das größte aller Rätsel zu lösen? Der Physiker Victor J. Stenger geht dieser faszinierenden Frage in dieser klaren und fesselnden Darstellung der wichtigsten wissenschaftlichen Fakten aus einer skeptischen Sichtweise nach.
Stenger setzt sich kritisch mit den Versuchen vieler zeitgenössischer Theologen und einiger Wissenschaftler auseinander, gescheiterte Naturtheologien in neuem Gewand wieder aufleben zu lassen. Ob es sich dabei um aktualisierte Design-Argumente, „anthropische“ Zufälle oder moderne Formen des Deismus handelt, Stenger zeigt deutlich, dass nichts in der modernen Wissenschaft einer übernatürlichen Erklärung bedarf. Er bietet naturalistische Erklärungen für empirische Beobachtungen, die häufig theistisch interpretiert werden: zum Beispiel, dass Informationen im Universum einen intelligenten Designer voraussetzen, dass ein Universum mit einem Anfang einen Schöpfer erfordert und dass die eleganten Gesetze der Physik auf eine transzendente Welt hindeuten. Er zeigt, dass angebliche spirituelle, nicht-materielle Phänomene nicht außerhalb der experimentellen Reichweite der Physik liegen.
Diese gründliche und sorgfältige Betrachtung wissenschaftlicher Beweise deckt ein weites Feld ab und bleibt dennoch für den gebildeten Laien zugänglich und höchst informativ.