Bewertung:

Der Roman spielt im Italien der Kriegszeit und handelt von einem entfremdeten Lehrer, der inmitten des Chaos des Zweiten Weltkriegs und des Aufstiegs der Nazis nach Mussolinis Sturz mit moralischen Dilemmata zu kämpfen hat. Die Geschichte ist fesselnd und bietet eine nachdenkliche und pessimistische Perspektive auf den historischen Kontext.
Vorteile:Fesselnde Erzählung von Anfang bis Ende, lebendige Darstellung des Schauplatzes und der Charaktere, tiefgründige Erforschung moralischer Zweideutigkeiten und eine flüssige Übersetzung, die das Leseerlebnis steigert.
Nachteile:Der Pessimismus der Hauptfigur mag nicht bei allen Lesern auf Gegenliebe stoßen, und die starke Fokussierung auf moralische Komplexität kann dazu führen, dass sich die Geschichte zuweilen intensiv oder herausfordernd anfühlt.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
House on the Hill
Die Romane von Pavese sind Werke von außerordentlicher Tiefe, in denen man immer wieder neue Ebenen, neue Bedeutungen findet“ Italo Calvino.
Juni 1943. Die alliierten Flugzeuge bombardieren Turin, das faschistische Italien liegt am Boden. Jeden Abend kehrt Corrado nach einem Unterrichtstag in der Stadt in die Sicherheit der Hügel und in die Obhut seiner beiden anhänglichen Vermieterinnen zurück. Er hat keine Bindungen, keine Verpflichtungen. Doch wider besseres Wissen wird er von der ungezwungenen Wärme eines Kreises von Antifaschisten angezogen, die sich in einer nahe gelegenen Taverne versammeln, und vor eine schmerzhafte Wahl gestellt: emotionales und politisches Engagement mit all seinen Gefahren - oder verheerender Rückzug. Paveses außergewöhnlicher halb-autobiografischer Roman ist eine klare Darstellung verpasster Gelegenheiten und menschlicher Schwächen vor dem Hintergrund der verführerischen Intensität der italienischen Landschaft.
Übersetzt mit einer Einführung von Tim Parks.