Bewertung:

Das Buch „Hellish Nell“ befasst sich mit dem Leben von Victoria Helen Duncan, einer bemerkenswerten Persönlichkeit des Spiritismus, die aufgrund des Witchcraft Act vor Gericht gestellt wurde. Die Rezensionen weisen darauf hin, dass das Thema zwar fesselnd ist, die Ausführung jedoch unter übermäßiger Detailfülle und einem Mangel an kritischer Analyse leidet. Einige Leser fanden das Buch gut recherchiert, aber repetitiv, während andere es wegen Frauenfeindlichkeit und schlechtem Schreibstil kritisierten.
Vorteile:Das Buch bietet einen faszinierenden Einblick in eine weniger bekannte historische Figur und einen bedeutenden Zeitabschnitt und zeichnet sich durch gut recherchierte Inhalte aus. Die Autorin versucht, Helen Duncan trotz ihrer Herausforderungen vorurteilsfrei darzustellen, und die Lebensgeschichte selbst ist fesselnd.
Nachteile:Die Leser empfanden das Buch als zu detailliert und repetitiv, mit langen Kapiteln, die von der Gesamterzählung ablenken. Einige Rezensenten bemängelten einen Mangel an kritischer Analyse, insbesondere in Bezug auf geschlechtsspezifische Fragen im Spiritualismus, und andere bemerkten beleidigende Äußerungen über Duncans Aussehen, die die Lektüre unangenehm machten.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
Hellish Nell - Last of Britain's Witches
Einer der letzten Strafprozesse, bei dem das Hexereigesetz von 1735 zur Anwendung kam, fand 1944 in London statt. Die Angeklagte war Helen Duncan, eine Schottin mittleren Alters.
Dies ist ihre außergewöhnliche Geschichte. Helen Duncan - seit ihrer Kindheit wegen ihres unkontrollierbaren Wesens als „Hellish Nell“ bekannt - war eines der populärsten Medien des zwanzigsten Jahrhunderts, das im ganzen Land Séancen abhielt, bei denen man glaubte, dass sie die Geister der Verstorbenen erscheinen ließ. Was geschieht, wenn wir sterben? Dies war die Frage der Zeit für eine Generation, die einen Weltkrieg überstanden hatte und nun einen weiteren erlebte.
Die Séancen von Frau Duncan boten eine Antwort. Doch als sie begann, Schiffskatastrophen vorherzusagen, erregte sie auch die unwillkommene Aufmerksamkeit des Geheimdienstes.
Und so wurde sie nur wenige Wochen vor der Landung in der Normandie absurderweise und anachronistisch wegen Hexerei angeklagt und ins Gefängnis gesteckt. War Nell eine Zauberin, eine Märtyrerin oder ein Sicherheitsrisiko? Hellish Nell wurde erstmals 2001 unter großem Beifall veröffentlicht.
Es bleibt auch in dieser überarbeiteten Ausgabe ein faszinierender Einblick in die unruhige geistige und psychologische Stimmung der sensationellen Geschichte von Spektakel, Leichtgläubigkeit und Grausamkeit und von Großbritanniens letzter Hexe.