Bewertung:

Das Buch „Witchfinders“ von Malcolm Gaskill befasst sich mit der turbulenten Zeit der Hexenverfolgung im England des 17. Jahrhunderts und schildert die Handlungen der selbst ernannten Hexenjäger Matthew Hopkins und John Stearne. Sie liefert einen gründlichen historischen Kontext und zeigt die gesellschaftlichen Faktoren auf, die zu einer weit verbreiteten Paranoia und der Verfolgung von Personen, vor allem älteren Frauen, die der Hexerei beschuldigt wurden, führten. Die Erzählung verbindet detaillierte Recherchen mit gut lesbarer Prosa, was sie zugänglich und dennoch aufschlussreich macht. Einige Leser waren jedoch der Meinung, dass es dem Buch an analytischer Tiefe mangelte und es knapper hätte sein können.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und gut geschrieben
⬤ zugänglich und fesselnd erzählt
⬤ bietet gründlichen historischen Kontext
⬤ augenöffnend und informativ
⬤ verbindet populäre und akademische Geschichte
⬤ empfohlen für Geschichtsbegeisterte
⬤ großer Wert und Qualität beim Kauf.
⬤ Einige Leser empfanden es als zu lang und repetitiv
⬤ es fehlt an tieferen analytischen Einsichten
⬤ der erste Eindruck kann irreführend sein, da es sich um ein Sachbuch handelt
⬤ die Informationen über bestimmte Figuren wie Hopkins und Stearne können begrenzt sein
⬤ könnte aufgrund der umfangreichen Details über ähnliche Fälle ermüdend sein.
(basierend auf 41 Leserbewertungen)
Witchfinders: A Seventeenth-Century English Tragedy
Im Frühjahr 1645 hatte der zweijährige Bürgerkrieg in England einen furchtbaren Tribut gefordert. Die Menschen lebten in Angst und Schrecken, während sich Krankheiten und Armut ausbreiteten und die Nation politisch immer mehr gespalten wurde.
In einer abgelegenen Ecke von Essex nutzten zwei obskure Gentlemen, Matthew Hopkins und John Stearne, die Unruhe und Gesetzlosigkeit der Zeit und starteten einen brutalen Feldzug, um das vermeintlich Böse in ihrer Mitte zu vertreiben. Sie durchstreiften Suffolk und East Anglia zu Pferd und entdeckten überall Dämonen und Götzendiener. Durch Folter entlockten sie den verängstigten Gefangenen das Geständnis, mit Satan und dämonischen Geistern verkehrt zu haben.
Der renommierte Historiker Malcolm Gaskill erzählt die schaurige Geschichte der grausamsten Hexenverfolgung in der englischen Geschichte. Bis zum Herbst 1647 wurden mindestens 250 Menschen - zumeist Frauen - gefangen genommen, verhört und vor Gericht gestellt.
Mehr als hundert von ihnen wurden gehängt, was dazu führte, dass Hopkins von Kritikern und Bewunderern gleichermaßen als „Witchfinder General“ tituliert wurde. Obwohl ihre Kampagne nie rechtlich sanktioniert wurde, genossen sie die Unterstützung des örtlichen Adels, des Klerus und der Dorfbewohner.
Witchfinders erzählt von einem einzigartigen und tragischen historischen Moment, der durch religiöse Inbrunst angeheizt wurde, und erinnert heute daran, wie sehr Angst und Fanatismus die Bereitschaft gewöhnlicher Menschen, andere zu dämonisieren, fördern können.