Bewertung:

Das Buch ist eine Übersetzung und ein Kommentar zu ausgewählten Fragmenten von Heraklit, die sich in erster Linie auf natürliche Aspekte und weniger auf Ethik oder andere menschliche Belange konzentrieren. Obwohl es die Fragmente mit Kommentaren zu ihren Bedeutungen und Überlieferungen gliedert, ist es für diejenigen, die ohne Kenntnisse des Altgriechischen eine einfache Lektüre oder ein einfaches Verständnis suchen, nicht geeignet.
Vorteile:Das Buch bietet eine eingehende Analyse und einen Kommentar zu ausgewählten Fragmenten, die für diejenigen, die über ein solides philosophisches Hintergrundwissen verfügen, gründlich und aufschlussreich sind. Die Gliederung der Fragmente hilft, ihren Kontext und ihre Bedeutung zu verstehen.
Nachteile:Der umfangreiche Kommentar kann überwältigend sein, da viele Leser die langen Erklärungen überspringen. Das Buch ist möglicherweise nicht für diejenigen geeignet, die das Altgriechische nicht verstehen, da einige Übersetzungen unvollständig sind oder sich zu sehr auf den Originaltext beziehen. Das Buch ist besser für fortgeschrittene Leser oder Wissenschaftler geeignet.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Heraclitus: The Cosmic Fragments (Heraclitus (of Ephesus ))
Dieses Werk bietet einen Text und eine ausführliche Untersuchung jener Fragmente der philosophischen Äußerungen des Heraklit, deren Thema die Welt als Ganzes und nicht der Mensch und seine Rolle in ihr ist. Professor Kirk erörtert ausführlich die Fragmente, die er für echt hält, und behandelt am Rande andere, die allgemein als echt akzeptiert wurden, hier aber als paraphrasiert oder unecht gelten.
Bei der Sicherung seines Textes hat Professor Kirk alle antiken Zeugnisse berücksichtigt, und in seiner kritischen Arbeit hat er dem Kontext, in den jedes Fragment gestellt ist, besondere Bedeutung beigemessen. Zu jedem Fragment gibt er einen selektiven Apparat, eine wörtliche Übersetzung und einen ausführlichen Kommentar, in dem Probleme der Text- und Philosophiekritik erörtert werden.
Die antiken Darstellungen von Heraklit waren unzureichend und irreführend, und wie Kirk schreibt, wurde das Verständnis oft durch übermäßigen Dogmatismus und eine selektive Verwendung der Fragmente behindert. Professor Kirks Methode ist kritisch und objektiv, und sein Werk von 1954 stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Erforschung des vorsokratischen Denkens dar.