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Infrapolitical Passages: Global Turmoil, Narco-Accumulation, and the Post-Sovereign State
Infrapolitische Passagen schlägt vor, einen Weg durch einige der vorherrschenden politischen Festlegungen und gewaltsamen Symptome der gegenwärtigen Globalisierung zu bahnen. Dabei plädiert Gareth Williams für eine Infrapolitik als Ausdruck intellektueller Verantwortung angesichts einer turbulenten Welt des Krieges und der technologischen Wertextraktion in planetarischem Ausmaß. Williams zeigt, wie die Politik des zeitgenössischen globalen Kapitals ein Wettlauf mit der Vernunft selbst ist, der sich im Gefolge der Unterordnung aller Lebensformen unter die ökonomisierte Beziehung zwischen Mitteln und Zielen ausweitet.
Das Buch bietet eine Theorie der Globalisierung als gigantische, richtungslose Krise in der symbolischen Organisation der Menschheit sowie eine Theorie der globalen Wirtschaftskriege als Ausdruck der Richtungslosigkeit und gleichzeitig der Faktizität. Williams' Infrapolitik steht in einem gewissen Abstand zum Biopolitischen, das er als Herrschaft versteht, die sich als Produktion spezifischer Formen von Subjektivität angesichts der Ware darstellt. Die Beziehung des Subjekts zur Herrschaft - und die daraus folgende Verdunkelung des Seins - signalisiert die Notwendigkeit, die Instrumentalisierung des Lebens als Unterordnung unter die Metaphysik der Subjektivität, der Repräsentation und der Politik zu umgehen.
Aus diesem Grund besteht die Aufgabe des Denkens darin, sich dem zu stellen, was in Subjektivität und Repräsentation unverfügbar ist. Infrapolitische Passagen arbeitet daran, im Zeitalter der Globalisierung einen Weg für Faktizität freizumachen, um der infrapolitischen Frage nach und der Entscheidung über das Dasein Raum zu geben.