Bewertung:

Michael Manns „Incoherent Empire“ bietet eine kritische Analyse des amerikanischen Imperialismus und konzentriert sich dabei auf die Militärpolitik der Bush-Regierung und ihre Auswirkungen auf die globalen Beziehungen. Das Buch wird für seine rationalen Einsichten und klaren Argumente gelobt, auch wenn sein Ton und seine historische Perspektive kritisiert werden.
Vorteile:⬤ Gut recherchierte und aufschlussreiche Analyse
⬤ präsentiert eine rationale Kritik der US-Militärpolitik
⬤ relevante historische Perspektive
⬤ beleuchtet Fragen des amerikanischen Isolationismus und die Folgen der Außenpolitik
⬤ gründliche Dokumentation der weltweiten Meinungen zu US-Aktionen.
⬤ Fehlerhafter Ton mit möglicher Voreingenommenheit aufgrund linker Sprache
⬤ wahrgenommene kurze historische Perspektive
⬤ könnte von einer aktualisierten Ausgabe profitieren
⬤ einige Leser finden, dass es an Engagement von konservativen Standpunkten mangelt.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Incoherent Empire
In diesem Buch argumentiert der bekannte Soziologe Michael Mann, dass der „neue amerikanische Imperialismus“ in Wirklichkeit ein neuer Militarismus ist. Nach einer Analyse der wirtschaftlichen, politischen, militärischen und ideologischen Ressourcen, die den USA zur Verfügung stehen, kommt Mann zu dem Schluss, dass diese so ungleichmäßig sind, dass sie nur ein „inkohärentes Imperium“ und zunehmende Unordnung in der Welt hervorbringen.
Die USA sind ein militärischer Riese, obwohl sie besser darin sind, Länder zu vernichten als zu befrieden. Sie sind politisch schizophren, ihre Persönlichkeit ist gespalten zwischen Multilateralismus, Unilateralismus und einer tatsächlichen Unfähigkeit, über fremde Länder zu herrschen oder ihre eigenen vermeintlichen Klientenstaaten zu kontrollieren.
In der Weltwirtschaft ist sie nur ein Hinterbänkler. Sie kann sie nicht lenken, aber sie treibt die ärmeren Länder zu einem unproduktiven und unpopulären Neoliberalismus.