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John F. Kennedy: World Leader
Präsident John F. Kennedy ist nach wie vor ein faszinierendes Thema für Historiker und Bürger. Kennedy, der stets zu den beliebtesten US-Präsidenten zählte, führte das Land in einer Zeit des raschen sozialen Wandels im eigenen Land, der von kritischen außenpolitischen Krisen unterbrochen wurde, darunter das Fiasko in der Schweinebucht auf Kuba, die Auseinandersetzung mit der Sowjetunion über den Bau der Berliner Mauer, die kubanische Raketenkrise und die Eskalation des amerikanischen Engagements in Vietnam.
Wie Stephen G. Rabe in dieser Einführung in die amerikanische Außenpolitik auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges erläutert, verstand sich Kennedy als außenpolitischer Präsident. Immer wieder setzte der Präsident die Androhung von Gewalt, gute Diplomatie und gesundes Urteilsvermögen ein, um die Welt vor dem Abgrund eines Atomkriegs zu bewahren. Doch Kennedy tat mehr als nur außenpolitische Krisen zu bewältigen. Er legte wichtige wirtschaftliche Entwicklungsprogramme für Lateinamerika, Indien und Ägypten auf und entsandte Freiwillige des Friedenskorps in die ganze Welt. Er versuchte, im arabisch-israelischen Streit zu vermitteln und die Verbreitung von Atomwaffen in China und Israel zu verhindern. Unter Kennedy begannen die Vereinigten Staaten zum ersten Mal, eine Politik für Afrika zu entwickeln.
Mit einem neuen Blick auf Kennedys weitreichende Bemühungen, die Welt zu verändern, widmet Rabe Kapitel den Beziehungen der USA zur Sowjetunion, zu Kuba, Lateinamerika und Vietnam. Der Autor bewertet auch Kennedys Haltung zu Indien, China, Ägypten und Israel sowie zu afrikanischen Staaten wie Algerien, Angola und Südafrika. Abschließend geht Rabe der Frage nach, ob Kennedy einen neuen Ansatz gegenüber der Sowjetunion ins Auge fasste, der, hätte Kennedy seine Wiederwahl erlebt, vielleicht schon bald die Ära der Entspannung eingeläutet hätte.