Bewertung:

David Vanns „Legende eines Selbstmörders“ ist eine Sammlung halb-autobiografischer Geschichten, in deren Mittelpunkt die komplexe Beziehung zwischen einem Vater und seinem Sohn steht, die vor dem Hintergrund der Wildnis Alaskas spielt. Die Erzählungen behandeln Themen wie Geisteskrankheit, Selbstmord und Entfremdung und rufen beim Leser starke emotionale Reaktionen hervor. Während einige den kraftvollen Schreibstil und die tiefgründige Auseinandersetzung mit schwierigen Themen loben, finden andere den Inhalt deprimierend und schwer nachvollziehbar.
Vorteile:⬤ Tiefe emotionale Wirkung und kraftvolle Erzählung, besonders in der Novelle 'Sukkwan Island'.
⬤ Lebendige Beschreibungen der Landschaft Alaskas, die die Erzählung bereichern.
⬤ Nuancierte Erforschung der psychischen Gesundheit und familiärer Beziehungen.
⬤ Einzigartige Erzählstruktur, die Kurzgeschichten und eine Novelle kombiniert.
⬤ Starke Prosa und stilistischer Schreibstil, der viele Leser anspricht.
⬤ Deprimierende und düstere Themen, die vielleicht nicht bei allen Lesern Anklang finden.
⬤ Einige fanden die Erzählstruktur verwirrend und die Zeitachse verworren.
⬤ Die Reaktionen auf die Figuren sind unterschiedlich, manche Leser finden es schwierig, sich mit ihnen zu identifizieren.
⬤ In mehreren Rezensionen wird der Schreibstil als unkonventionell bezeichnet, was zu Unzufriedenheit führt.
⬤ Andere meinten, die Geschichten seien zu persönlich und gingen nicht über individuelle Erfahrungen hinaus.
(basierend auf 56 Leserbewertungen)
Legend of a Suicide
"Die reportagehafte Unerbittlichkeit von David) Vanns Fantasie lässt seine Fiktion oft weniger geschrieben als gemeißelt erscheinen. Aus seinem großen und offensichtlichen Schmerz ist ein kleines, liebenswertes Buch entstanden." -- New York Times Book Review
In Legende eines Selbstmörders, seinem herzzerreißenden, halb autobiografischen Debütroman, erzählt David Vann die Geschichte eines jungen Mannes, der versucht, mit der Schuld und dem Schmerz über den Selbstmord seines Vaters fertig zu werden. Das wilde Hinterland der Heimat des Autors, Alaska, dient als ideale Kulisse für diese Collage aus sechs Geschichten - einer Novelle und fünf Kurzgeschichten - und spiegelt die eigene psychologische Wildnis des Autors wider. Von "einer wichtigen neuen Stimme in der amerikanischen Literatur" (Robert Olen Butler, Pulitzer-Preis-gekrönter Autor von A Good Scent from a Strange Mountain) kommt eine unvergessliche Erkundung der tragischen Kluft zwischen einem Jungen und seinem Vater.
--Tom Bissell, New York Times Book Review.