Bewertung:

Das Buch ist eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem tragischen Leben von Steven Kazmierczak, dem Amokläufer an der NIU, verwoben mit den persönlichen Überlegungen und Erfahrungen des Autors. Es versucht, psychische Krankheiten und die Fragen im Zusammenhang mit plötzlicher Gewalt zu beleuchten, und übt gleichzeitig Kritik an gesellschaftlichen Faktoren. Das Buch wurde jedoch wegen seiner vermeintlichen Voreingenommenheit, der mangelnden Genauigkeit bei der Darstellung von Fakten und der Tatsache, dass sich der Autor auf seine eigene Geschichte konzentriert, anstatt sich vollständig auf die von Kazmierczak zu konzentrieren, kritisiert.
Vorteile:Die Leser fanden das Buch fesselnd und emotional stark, wobei Vanns Schreibstil für seine Wildheit und sein Mitgefühl gelobt wurde. Viele meinten, das Buch biete wichtige Einblicke in Traumata und psychische Erkrankungen, während andere die persönlichen Reflexionen und die Suche nach einem verständnisvollen Abschluss für Opfer und Gesellschaft schätzten.
Nachteile:Kritiker wiesen auf die Arroganz und den anmaßenden Ansatz des Autors hin und behaupteten, es fehle ihm an sachlicher Strenge und Objektivität. Einige empfanden Vanns Selbstdarstellung als störend und hatten das Gefühl, dass sie die Erzählung über Kazmierczak überschattete. Es gab Beschwerden über Verallgemeinerungen, Voreingenommenheit und einen unzureichenden Fokus auf die Opfer, was zu Fragen über die Zuverlässigkeit des Buches als Sachbuch führte.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Last Day on Earth: A Portrait of the NIU School Shooter
Am Valentinstag 2008 tötete Steve Kazmierczak an der Northern Illinois University fünf Menschen und verwundete achtzehn, dann brachte er sich selbst um. Aber er war ein Einser-Student, ein Gewinner des Deans' Award.
Wie konnte so etwas passieren? CNN konnte die Geschichte nicht bringen. Die Chicago Tribune, die Washington Post und alle anderen gingen leer aus, weil Steves Freunde und Professoren sehr wenig wussten.
Er hatte sich in seinen letzten fünf Jahren neu erfunden. Doch David Vann, der für Esquire recherchierte, kehrte zu Steves Highschool- und Junior-Highschool-Freunden zurück, fand ein Leben vor, das perfekt auf einen Massenmord zugeschnitten war, und verschaffte sich vollen Zugang zu den gesamten 1.500 Seiten der Polizeiakten.
Das Ergebnis: das umfassendste Porträt, das wir von einem Schulschützen haben. Aber Vann lässt es nicht dabei bewenden.
Er erzählt von seiner eigenen Geschichte mit Waffen, als er eine Schießerei an einer Schule in Erwägung zog. Dieses Buch ist erschreckend und wahr, eine Geschichte, die Sie nie vergessen werden.