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Love in the Last Days: After Tristan and Iseult
Ein zeitgenössisches Requiem - eine erdige und doch elegante Neuinterpretation der Geschichte von Tristan und Iseult, vom ehemaligen Poet Laureate von Brooklyn. In D.
Nurkses Wald von Morois, dem Wald der Liebe, gibt es eine feine Linie zwischen dem Realen und dem Imaginären, dem Archaischen und dem Aktuellen, der Poesie und den Nachrichten. In den Gedichten kommen die Stimmen der Liebenden und aller Beteiligten um sie herum zu Wort, darunter der Diener Brangien, Tristans Pferd Beau Joueur und sogar die lebendige Quelle, die durch die Erzählung fließt ("in meinem atmenden Schatten / hören die Liebenden ihre Stimmen / mit meinen verwechselt / ein Schieferdach versprechen, / ein Tor, ein Kind...
"). Nurkse zeigt uns eine Iseult, die mehr Macht über Tristans Phantasie hat, als ihr lieb ist, und einen Tristan, der sein Schicksal schon früh begreift: "Der Zauber war so stark, dass kein Glück uns befreien konnte." Für diese Liebenden schließt sich die Zeit wie ein Buch, aber für uns bleibt sie offen, denn wir hören neue Töne und vertraute Stimmen, die unseren eigenen unheimlich ähnlich sind, in dieser uralten Geschichte, die wieder neu erzählt wird.