Bewertung:

D. Nurkse's „Verbrannte Insel“ ist eine Gedichtsammlung, die sich mit Themen wie gemeinsamen menschlichen Erfahrungen, Tragödien und der Verbindung zur Natur beschäftigt. Mit seiner lebendigen Sprache fängt der Dichter das Wechselspiel von Schönheit und Verwüstung ein und ermöglicht es dem Leser, sich tief in die von ihm dargestellten emotionalen Landschaften hineinzuversetzen. Die Gedichte überbrücken auch die Kluft zwischen Leben und Tod und geben sogar nicht-menschlichen Lebensformen eine Stimme, indem sie einen Wandteppich aus miteinander verbundener Existenz schaffen.
Vorteile:⬤ Lebendige Sprache, die Schönheit und Gewalt ausbalanciert.
⬤ Tiefgründige Erforschung menschlicher Gefühle und Verbindungen.
⬤ Einzigartige Perspektiven auf Tragödien, insbesondere die Anschläge vom 11. September 2001, die mit Sensibilität und Respekt behandelt werden.
⬤ Wirksame Darstellung der Verbundenheit aller Lebensformen.
⬤ Fesselnde und zum Nachdenken anregende Bildsprache.
⬤ Vielleicht zu abstrakt für Leser, die einfache Poesie bevorzugen.
⬤ Manche Leser könnten die Themen Melancholie und Trostlosigkeit schwer oder überwältigend finden.
⬤ Der Fokus auf nicht-menschliche Perspektiven könnte nicht bei allen Lesern Anklang finden.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Burnt Island: Poems
D. Nurkse's Burnt Island erforscht Tragödien im Großen und im Kleinen, in der Stadt und auf dem Land, in unserem eigenen unruhigen Moment und im größeren Rahmen der geologischen Zeit. Das Buch, das in drei "Suiten" klarer, oft herzzerreißender Verse gegliedert ist, beginnt mit einer Stadt, die belagert wird, in einer Gruppe von Gedichten, die zu einer subtilen Hommage an New York nach dem 11. September wird - eine metaphorische "verbrannte Insel", auf der Bagger auf ihren Schaufeln dösen, Bürger Wasserflaschen, M&Ms und Aufläufe zu den Bergungsarbeiten beisteuern und Überlebende, fasziniert von den Fotos der Vermissten, sie "Narbe für Narbe mit den Gesichtern der Lebenden" vergleichen. Dann nimmt Nurkse die Reise eines Paares auf, das an einem bestimmten Ort namens Burnt Island in der Natur neu beginnt, wo die Elemente sie lehren und ihre Konflikte und Streitigkeiten zu spiegeln scheinen. In einer bezaubernden und tiefgründigen Reihe von Gedichten über die Meeresökologie findet er schließlich das Unendliche im unendlich Kleinen und bietet uns in funkelnden, geheimnisvollen Versen den seltsamen Trost, den die Beobachtung des Lebens im Meer mit sich bringt.
Wir sind wie ihr.
Denn wir werden milliardenfach geboren.
Und in den offenen Ozean treiben -.
..................
Wir leben noch eine Sekunde.
Oder viel weniger, weniger als ein Wimpernschlag,.
Bis der Code sich selbst erkennt.
Und der Geist träumt einen anderen Geist.
Der ihn überleben wird.
Dort, im hellen Vorhang der Gischt.
(aus "Die Granitküste")
Aus der Hardcover-Ausgabe.