Bewertung:

Imre Kertesz' „Liquidation“ schildert die Folgen des Holocaust aus der Sicht eines Auschwitz-Überlebenden, der Selbstmord begeht, und erforscht Themen wie Existenz, Erinnerung und das Ringen um den Sinn des Lebens nach einem solchen Trauma. In den Roman ist ein Theaterstück integriert, das die Auseinandersetzung mit künstlerischem Schaffen und persönlichem Vermächtnis noch komplexer macht.
Vorteile:Viele Rezensenten schätzen Kertesz' innovative Struktur, seine tiefgehenden emotionalen Themen und seine philosophischen Untersuchungen über das Überleben und die Existenz nach Auschwitz. Der Text wird als tiefgründig und zum Nachdenken anregend bezeichnet und lädt den Leser ein, sich intensiv mit der Materie auseinanderzusetzen. In mehreren Rezensionen werden die einzigartigen Erzählebenen des Buches, die Komplexität der Charaktere und die eindringliche Erforschung der Verzweiflung und des menschlichen Zustands hervorgehoben.
Nachteile:Kritiker weisen darauf hin, dass der Roman zusammenhangslos sein kann und dass sein Erzählstil für die Leser eine Herausforderung darstellen kann. Einige fanden die Prosa trocken oder karg und ohne emotionale Tiefe, was sie auf Kertesz' bewusste stilistische Entscheidungen zurückführten. Es wird auch erwähnt, dass sich die Themen in Kertesz' Werken wiederholen, was den Eindruck erwecken könnte, dass es sich eher um vertrautes Terrain als um eine neue Erkundung handelt.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
Kingbitter, Lektor in einem kurz vor der Schließung stehenden Verlag, glaubt, der engste Freund eines berühmten Schriftstellers und Auschwitz-Überlebenden, B, gewesen zu sein, der vor kurzem Selbstmord begangen hat.
Unter den Papieren findet Kingbitter ein Theaterstück mit dem Titel Liquidation, das das Verhalten von Bs Ex-Frau, seiner Geliebten und Kingbitter selbst vorhersagt.