Bewertung:

Imre Kertesz' „Schicksalslosigkeit“ ist eine tiefgründige und eindringliche Auseinandersetzung mit dem Holocaust aus der Sicht eines 14-jährigen Jungen, György Köves. Der Roman schildert die erschütternden Erlebnisse in Auschwitz und Buchenwald aus einer einzigartigen, unsentimentalen Perspektive und fängt die Unschuld, die Verwirrung und das letztendliche Erwachen des jungen Erzählers wirkungsvoll ein. Das Buch wird für seinen literarischen Wert, seine tiefen psychologischen Einblicke und Kertesz' Fähigkeit gelobt, die Schwere der Ereignisse ohne offenkundige emotionale Manipulation zu vermitteln. Die Leser haben jedoch auf Probleme mit bestimmten Ausgaben hingewiesen, darunter schlechte Bearbeitung und Übersetzungsfehler, die das Leseerlebnis beeinträchtigen.
Vorteile:⬤ Einzigartige Perspektive des Holocausts durch die Augen eines kleinen Jungen.
⬤ Meisterhaft geschrieben mit tiefen psychologischen Einsichten.
⬤ Unsentimentale und schonungslose Schilderung der Ereignisse.
⬤ Fesselnde Erzählung, die Wahrnehmungen herausfordert.
⬤ Hoch angesehene literarische Qualität, die Kertesz' Nobelpreis rechtfertigt.
⬤ Viele Leser berichteten über Probleme mit der mangelhaften Bearbeitung und Übersetzung in bestimmten Ausgaben.
⬤ Einige fanden die Erzählung aufgrund der Naivität des Erzählers anspruchsvoll und frustrierend.
⬤ Einige Passagen wurden als schwer nachvollziehbar oder unklar bezeichnet.
(basierend auf 107 Leserbewertungen)
Fateless
Gyuri, ein vierzehnjähriger ungarischer Jude, wird Zeuge, wie sein Vater das Holzgeschäft der Familie an den Buchhalter der Firma übergibt, bevor er in ein Arbeitslager geschickt wird.
Zwei Monate später wird Gyuri ein "ständiger Arbeitsplatz" zugewiesen, aber innerhalb von vierzehn Tagen wird er aus einem Bus gezerrt und verhaftet. Dies ist der Beginn seiner Reise nach Auschwitz.