
Power and Society in the Gdr, 1961-1979: The 'Normalisation of Rule'?
Die kommunistische Deutsche Demokratische Republik, 1949 in der sowjetisch besetzten Zone des Nachkriegsdeutschlands gegründet, ist für viele Menschen der Inbegriff der Berliner Mauer; sowjetische Panzer und die Überwachung durch die Stasi scheinen zentral zu sein.
Aber ist das wirklich alles, was die Geschichte der DDR ausmacht? Wie haben sich die Menschen mit ihrer Situation arrangiert und ein neues Leben hinter der Mauer aufgebaut? Bei der Erkundung der Sozialgeschichte der DDR in den 1960er und 1970er Jahren werden neue Muster sichtbar. In einer Zeit, die von "Konsumsozialismus", internationaler Anerkennung und Entspannung geprägt war, entstand eine fragile Stabilität.
Die wachsende Beteiligung an den Mikrostrukturen der Macht und die Konformität mit den ungeschriebenen Regeln eines zunehmend berechenbaren Systems deuten auf eine zunehmende Anpassung an die herrschenden Normen und Vorstellungen von sozialistischer "Normalität" hin. Durch die Untersuchung der Art und Weise, wie Funktionäre der unteren Ebenen und Menschen an der Basis zur Entstehung und zum Wandel der DDR beigetragen haben - von der Industrie und der Landwirtschaft über den Breitensport und das kulturelle Leben bis hin zum Übergang zwischen den Generationen und der Vielfalt der sozialen Erfahrungen - entwickeln die Autoren gemeinsam einen komplexeren Ansatz für die Geschichte Ostdeutschlands.