
Maria Bartuszov: Provisional Forms
Das Werk der slowakischen Bildhauerin Maria Bartuszov (1936-96) wurde 2007 in Kassel erstmals einem internationalen Publikum vorgestellt. Obwohl ihre Kunst in einflussreichen Ausstellungen zu sehen war und in prestigeträchtige Sammlungen zeitgenössischer Kunst aufgenommen wurde, hat sie bis jetzt noch nicht die breite Anerkennung erhalten, die sie verdient.
Dziewanskas Buch bietet unterschiedliche Perspektiven auf Bartuszovs Werk von renommierten internationalen Kritikern, um unser Bewusstsein für ihre Skulpturen zu schärfen. Bartuszov, die hinter dem Eisernen Vorhang allein arbeitete, gehörte zu einer Reihe von Künstlerinnen, die nicht nur formal experimentierten und sich intuitiv an neue Themen herantasteten, sondern auch, weil sie im Widerspruch zu den Hauptströmungen der Moderne standen, in der Isolation oder in einer Randposition blieben.
Das Buch enthüllt ihren dynamischen Umgang mit Gips - einem Material, das aus der Sicht eines Bildhauers sowohl primitiv als auch alltäglich ist - und zeigt geschickt, wie Bartuszov mit Materialien experimentierte und dabei nie zögerte, Traditionen, akzeptierte Normen und vertraute Techniken einfach als vergänglich und provisorisch zu betrachten. Maria Bartuszov Provisional Forms ist ein wichtiger Beitrag zur Literatur über große Künstlerinnen und bietet eine dringend benötigte Geschichte eines lebendigen Werks.